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Umspannwerk in NRW: Anfangsverdacht "verfassungsfeindlicher Sabotage"

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Unbekannte haben Kabel über die Oberleitungen eines Umspannwerks nahe Köln gelegt. NRWs Innenminister Herbert Reul spricht von einem Angriff auf das Land. Nach einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln spricht der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul (CDU), von einem Anfangsverdacht einer "verfassungsfeindlichen Sabotage". Das erklärte Reul in einer Pressekonferenz am Mittwochmittag. Unbekannte hätten Kabel über die Oberleitung gelegt und so einen Kurzschluss verursacht. "Wer da rangeht, greift unser Land an", sagte Reul weiter. Es könne sich um "fremdstaatliche Sabotage" oder das Werk von Linksextremisten handeln. Beides sei nicht auszuschließen, so der CDU-Politiker. "Jetzt muss ermittelt werden", betonte er. "Das war Absicht, das war eine Straftat", sagte Reul weiter. "Sehr, sehr ernster Vorfall": Minister nennt Details zu Anschlag auf Umspannwerk Misslungener Anschlagsversuch: Bundesregierung macht Russland verantwortlich Im Umfeld einer Umspannanlage des Betreibers Amprion sei es zu einem Vorfall gekommen, hatten der Energiekonzern RWE und Amprion zuvor erklärt. RWE-Kraftwerksblöcke seien lahmgelegt worden, die Stromversorgung der Bevölkerung sei aber nicht beeinträchtigt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sei von Fremdeinwirkung auszugehen. Die "Bild"-Zeitung berichtete von einer möglichen Attacke mit einer oder mehreren Drohnen. Ein Zeuge sah laut "Focus" einen schwarzen SUV vom Umspannwerk wegfahren, kurz darauf habe es drei Explosionen gegeben. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln sagte t-online, der Vorfall werde geprüft. Details könnten erst später mitgeteilt werden. Mutmaßlicher Anschlag in Brandenburg Am Dienstag war es bereits zu einem Anschlag auf ein Umspannwerk nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde in Brandenburg gekommen . Unbekannte hatten dort den Behörden zufolge am Dienstagmorgen versucht, einen großflächigen Stromausfall auszulösen, indem sie leitfähiges Material in ein Umspannwerk schossen. Ein Kraftwerksblock fiel kurzzeitig aus, aber ein größerer Ausfall konnte verhindert werden. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach von einem "Anschlagsversuch" und verurteilte die Tat. "Die besorgniserregend hohe Frequenz derartiger Vorfälle zeigt, dass wir unsere Infrastrukturen entschlossen schützen müssen", erklärte der SPD-Politiker. Kommunale Firmen: Kritische Infrastruktur besser schützen Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat die Politik aufgefordert, die kritische Infrastruktur besser zu schützen. "Die jüngsten Anschläge auf die Stromnetze zeigen, dass sich die Bedrohungslage zuspitzt und unsere kritische Infrastruktur verletzlich ist", sagte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing. "Es kann uns jederzeit an jedem Ort treffen, weil es trotz aller Vorkehrungen, die wir in den Unternehmen bereits leisten und intensivieren müssen, keine 100 Prozent Sicherheit gibt." Stadtwerke, kommunale Ver- und Entsorger täten, was in ihrer Macht stehe, um ihre kritische Infrastruktur bestmöglich zu schützen, so Liebing. "Sie sind aber keine Sicherheitsbehörden. Sicherheit ist originäre Aufgabe des Staates, und die aktive Abwehr von Anschlägen damit Aufgabe der Polizei und Geheimdienste, nicht der Unternehmen."



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