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Harald V.: Geheimplan aktiviert – Oslo rüstet sich für Staatsbegräbnis

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Am 9. September nimmt Norwegen offiziell Abschied von König Harald V. Für die Beisetzung wurde ein jahrzehntealter Geheimplan aktiviert. Seit dem Tod von König Harald V. am 28. August bildeten sich vor der Schlosskapelle in Oslo kilometerlange Schlangen von Menschen, die persönlich an seinem Sarg vorbeigingen. Tausende legten auf dem Schlossplatz bereits Blumen und Briefe nieder, zündeten Kerzen an. Damit wird bald Schluss sein, denn am 9. September findet das Staatsbegräbnis statt. Dahinter steckt ein Plan namens "Handlingsplan K", an dem laut norwegischen Medien bereits seit 1991 gearbeitet wurde. Das "K" steht für "Kongen", also den König. Der Geheimplan regelt weit mehr als die Trauerfeier selbst. Rund um den 9. September werden in Oslo Straßen gesperrt, Teile des öffentlichen Nahverkehrs eingeschränkt und der Luftraum zeitweise kontrolliert. Einzelne Veranstaltungen könnten verlegt oder abgesagt werden. Schon am 8. September dürfte das Stadtzentrum deutlich stärker gesichert und teilweise abgesperrt sein. Größtes Sicherheitsaufgebot der norwegischen Geschichte? Ein Polizeisprecher sagte laut der Deutschen Presse-Agentur, das Sicherheitsaufgebot werde "zu den größten in der norwegischen Geschichte" gehören: "Es ist völlig offensichtlich, dass dies ein sehr großer, vielleicht sogar einer der größten Polizeieinsätze überhaupt werden wird." Die schwedische und die dänische Polizei sollen die Norweger dabei unterstützen, an den Grenzen wurden vorübergehende Kontrollen eingeführt. Normale Besucher müssen sich auf längere Taschenkontrollen einstellen. Regenschirme sind verboten. Der Grund für den enormen Aufwand: Zur Beisetzung werden Staatsoberhäupter und weitere hochrangige Mitglieder anderer Königshäuser erwartet, viele davon mit eigenen Sicherheitskräften. Schon bei der Beerdigung von König Olav V. im Jahr 1991 waren rund 1.500 norwegische Polizisten sowie mehrere hundert ausländische Sicherheitskräfte im Einsatz gewesen. Live im TV: Wo die Beerdigung von König Harald V. übertragen wird Haralds Beerdigung: Palast teilt Gästeliste und neue Details "Der Großvater": Was hinter Haralds Spitznamen steckte Die Platzfrage stellt die Organisatoren vor eine besondere Herausforderung: Der Osloer Dom bietet weniger als 1.000 Menschen Platz. Ein Teil der Staatsgäste soll nach der Zeremonie ins Schloss eingeladen werden, andere könnten an einer Veranstaltung im Rathaus teilnehmen. Hotels müssen ganze Bereiche für Delegationen und deren Sicherheitsdienste freihalten. So soll das Staatsbegräbnis ablaufen Der Ablauf des Tages ist klar geregelt. Um 12 Uhr setzt sich ein Trauerzug vom Königsschloss in Bewegung, der den Sarg von König Harald V. zum Osloer Dom überführt. Um 13 Uhr beginnt dort der Trauergottesdienst, zu dessen Beginn im ganzen Land eine Schweigeminute abgehalten wird. Anschließend zieht der Trauerzug weiter zur Akershus-Schlosskirche, wo König Harald V. im königlichen Mausoleum seine letzte Ruhestätte findet. Den Abschluss bildet eine private Familienzeremonie in der Schlosskirche, an der auch Mitglieder der europäischen Königshäuser und Vertreter des Staates teilnehmen. Die Regierung hat danach zu einer Gedenkfeier im Osloer Rathaus eingeladen, zu der rund 450 Gäste erwartet werden. Das norwegische Königshaus hat eine Hoftrauer bis zum 9. Oktober angekündigt. In dieser Zeit sagen die Royals alle offiziellen Termine ab, "mit Ausnahme von verfassungsrechtlichen Aufgaben wie dem Staatsrat, der feierlichen Eröffnung des Parlaments und ausgewählten Audienzen". Königsfamilie und Hofmitarbeiter tragen bis dahin dunkle Kleidung oder Uniformen mit Trauerflor.



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