Bundeswehr: Neue Unterkünfte für wachsende Marine in Wilhelmshaven
Mit einer Millioneninvestition wird der Marinestützpunkt in Wilhelmshaven für wachsende Anforderungen ausgebaut. Welche Gebäude und Unterkünfte entstehen – und wofür sie gebraucht werden.
Für den Aufwuchs der Bundeswehr wird der größte Marinestützpunkt Deutschlands in Wilhelmshaven auf einer Fläche von umgerechnet knapp 48 Fußballfeldern erweitert. Auf der sogenannten Norderweiterung des Marinestützpunktes Heppenser Groden baut das Staatliche Baumanagement des Landes Niedersachsen im Auftrag des Bundes zurzeit sechs neue Dienst- und elf Unterkunftsgebäude. „Das, was hier geplant ist, hat ein Bauvolumen von 250 Millionen Euro“, sagt Alexander Größ vom Staatlichen Baumanagement in der Region Nord-West. Die ersten Gebäude sollen nach rund zwei Jahren Bauzeit voraussichtlich im kommenden Jahr fertig übergeben werden.
Flotte in Wilhelmshaven soll wachsen
„Wir als Marine sind sehr froh, dass die Norderweiterung kommt“, sagt Lars Hennig, Kasernenkommandant am Marinestützpunktkommando bei einem Baustellenrundgang. „Wir sind zwingend auf diese Erweiterung angewiesen.“
Denn die Flotte von aktuell 15 in Wilhelmshaven stationierten Großschiffen solle absehbar auf 20 Schiffe wachsen. Außerdem gebe es am Standort wieder eine Grundausbildung von Soldaten. Auch für die Absicherung werde mehr Personal benötigt. „Damit wächst die Anzahl an Menschen, die hier arbeiten.“
Da der Bund nach dem Verfassungsrecht nicht selbst für die Bundeswehr bauen darf, beauftragt dieser dafür die Bauverwaltungen der Länder. In Niedersachsen ist das Staatliche Baumanagement zuständig.
Wie die Soldaten wohnen werden
Während das erste Dienstgebäude fast fertig ist, laufen am zweiten und dritten Gebäude die Innenausbauten. Auch die ersten Unterkunftsgebäude stehen. Insgesamt sollen 1.185 Unterkunftsstuben entstehen, jede etwa 14 Quadratmeter groß. Jeder Soldat und jede Soldatin bekommt ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad. Dazu kommen auf jeweils drei Etagen Teeküchen, Waschküchen und Gemeinschaftsräume.
Wilhelmshaven ist der größte Standort der Deutschen Marine. Neben dem Marinestützpunkt zählen dazu unter anderem auch das Marinearsenal und das Logistikzentrum der Bundeswehr. Nach Angaben der Bundeswehr arbeiten an dem Standort rund 10.000 Soldaten und zivile Beschäftigte.
Bereits in den vergangenen Jahren wurde die Infrastruktur des Stützpunktes erweitert, um neuen Anforderungen gerecht zu werden. Bei der sogenannten Westerweiterung wurden unter anderem Diensträume, Unterkünfte und Ausbildungseinrichtungen neu gebaut.
