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Сентябрь
2026

Gaza: Neue Satellitenbilder bei Google Maps zeigen Zerstörung

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Auf Google Maps sind neue Satellitenbilder des Gazastreifens verfügbar. Besonders in Rafah zeigen sie, wie stark ganze Stadtviertel zerstört wurden. Google Maps hat seine Satellitenansichten für Teile des Gazastreifens aktualisiert. Seit dem Wochenende verbreiten sich in sozialen Netzwerken Aufnahmen von Rafah, Chan Junis und Gaza-Stadt, auf denen das Ausmaß der Zerstörung aus der Vogelperspektive zu erkennen ist. Google selbst hat bislang nicht öffentlich mitgeteilt, wann die neuen Bilder freigeschaltet wurden. Auch der genaue Aufnahmezeitpunkt ist nicht für sämtliche Ansichten eindeutig ersichtlich. Besonders deutlich ist den Aufnahmen zufolge die Veränderung in Rafah an der Grenze zu Ägypten sichtbar. Wo auf älteren Satellitenbildern dicht bebaute Straßenzüge zu sehen waren, erstrecken sich nun über große Flächen Trümmer und freigeräumte Grundstücke. Straßenverläufe sind weiterhin erkennbar, viele Gebäude dagegen nicht mehr. Bei Caren Miosga : Habeck wirft Israel Kriegsverbrechen vor Netanjahu vor den UN : Die Wut kocht über Google Maps führt vielerorts weiterhin Geschäfte, Apotheken, Moscheen, Schulen oder medizinische Einrichtungen auf. Da, wo diese sein sollten, sind in der Satellitenansicht an vielen dieser Stellen jedoch keine intakten Gebäude mehr auszumachen. Nathan Ruser, Analyst am Australian Strategic Policy Institute, veröffentlichte einige Bilder auf X und schrieb dazu: "Dies zeigt die Realität von Gaza in schockierender Klarheit." Zu neueren Bildern aus dem Frühjahr 2026 schrieb er: Dies sei ein "weiteres Beispiel für die apokalyptische Zerstörung, Verwüstung und Vertreibung". Gaza: Die Zerstörung in Zahlen Wie umfassend die Zerstörung ist, belegen auch Daten der Vereinten Nationen. Das UN-Satellitenzentrum Unosat hatte den Gazastreifen zuletzt anhand von Aufnahmen vom 16. Juni 2026 untersucht. Demnach waren 201.290 Gebäude und damit rund 82 Prozent aller erfassten Bauwerke beschädigt. 134.422 davon stufte Unosat als zerstört ein, knapp 14.000 weitere als schwer beschädigt. Insgesamt waren nach dieser Auswertung rund 328.000 Wohneinheiten betroffen. Rafah war ab Mai 2024 Schauplatz einer groß angelegten israelischen Militäroffensive. Israel erklärte damals, dort verbliebene Hamas-Einheiten und deren Tunnelinfrastruktur bekämpfen zu wollen. Zuvor hatten zahlreiche Palästinenser aus anderen Teilen des Gazastreifens in Rafah Schutz gesucht. Mit Beginn der israelischen Operation mussten viele von ihnen erneut fliehen. Der Internationale Gerichtshof ordnete am 24. Mai 2024 einen sofortigen Stopp der Militäroffensive in Rafah an. Das galt für Handlungen, die Lebensbedingungen schaffen könnten, welche die palästinensische Bevölkerung in Gaza ganz oder teilweise physisch zerstören könnten. Fast ein Jahr nach Beginn der von den USA vermittelten Waffenruhe kommt der Wiederaufbau im Gazastreifen nur langsam voran. Zugleich gibt es weiterhin israelische Angriffe und gegenseitige Vorwürfe über Verstöße gegen die Vereinbarung. Viele Menschen leben deshalb noch immer in beschädigten oder zerstörten Gebäuden. Wiederaufbau würde Milliarden kosten Wie groß die Folgen der Zerstörung sind, zeigen auch aktuelle Berechnungen der UN-Handelsorganisation UNCTAD. Sie beziffert den Bedarf für Wiederaufbau und Erholung im Gazastreifen auf rund 71,5 Milliarden Dollar. Nach ihrer Analyse sind zudem 92 Prozent der wirtschaftlichen Betriebe in Gaza seit Oktober 2023 beschädigt oder zerstört worden. Die neuen Bilder bei Google Maps machen das Ausmaß unmittelbar und für jeden sichtbar: Nutzer können durch die betroffenen Städte navigieren und sehen, was an vielen Orten von der früheren Bebauung geblieben ist.



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