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Baustelle steht still: Baukosten steigen, Arbeit ruht: Das Landesuntersuchungsamt

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Vogelgrippe und Corona, Trinkwasser und Lebensmittel: Das Landesuntersuchungsamt hat viele Aufgaben. Der seit Jahren geplante Neubau ist aber ein Problemfall. Geht es jetzt voran?

Jahrelange Verzögerung und explodierende Kosten: Der Neubau des Landesuntersuchungsamts (LUA) in Koblenz ist aus dem Ruder gelaufen. Der genehmigte Kostenrahmen für eines der größten Bauprojekte des Landes habe sich auf 144 Millionen Euro erhöht, bestätigte das jetzt zuständige neue Ministerium von Bauminister Sven Teuber (SPD) in Mainz. Ursprünglich waren die Kosten einmal auf 50 bis 60 Millionen Euro veranschlagt worden. Das ist allerdings lange her. 

Sogar die Untersuchung eines toten Elefanten soll im neuen Gebäude des möglich sein. So hatte es der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) 2016 das Projekt angekündigt. Die Bauzeit war nach Aufnahme der Bauarbeiten auf vier Jahre veranschlagt worden. 

Schlechtleistung und Pleite

Kurz nach Fertigstellung des Rohbaus im Jahr 2019 war wegen Schlechtleistungen in der Planung eine Kündigung des zuerst beauftragten Ingenieurbüros für Versorgungs- und Elektrotechnik unumgänglich geworden. Dann ging unter anderem eine Sanitär-, Wasser- und Abwasserfirma pleite, „ein wichtiges Schlüsselgewerk“, wie es heißt. 

Das Verfahren wurde im März 2026 mit einer europaweiten Ausschreibung neu gestartet, heißt es im neuen Bau- und Kommunalministerium. Nach Auswertung der Angebote liefen seit August Verhandlungsgespräche. „Derzeit werden noch abschließende Bieterfragen und Klärungen bearbeitet.“ Der Abschluss des Vergabeverfahrens ist Mitte Oktober vorgesehen. 

Gehen die Arbeiten noch in diesem Jahr weiter? 

Nach der Beauftragung des neuen Unternehmens könnten die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden. Und nach Abschluss des entsprechenden Vertrags könne voraussichtlich auch der neue Termin für die Fertigstellung bekanntgegeben werden. 

Rund 280 Beschäftigte sollen in einem Gebäude arbeiten 

In Koblenz arbeiten 280 der insgesamt rund 500 Beschäftigten der Fachbehörde, die noch Standorte in Landau, Mainz, Speyer und Trier hat. Der fünfgeschossige Neubau mit einer Länge von 100 Metern im Gewerbe- und Technologiepark Bubenheim/B9 soll mehr als 5.000 Quadratmeter Laborflächen und weitere knapp 3.000 Quadratmeter für Büros, Kantine und Bibliothek bekommen.

Das 2000 gegründete LUA hat zahlreiche Aufgaben. Dazu gehören die Untersuchung von Lebensmitteln auf Schadstoffe oder irreführende Kennzeichnung, die Trinkwassersicherheit, die Diagnostik und Bekämpfung von Tierseuchen sowie der Schutz der Menschen vor Infektionskrankheiten wie Corona oder Influenza durch deren Diagnostik und Überwachung.




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