"Tatort"-Quoten: So wenige Zuschauer wie noch nie für Ulrike Folkerts
Am Sonntagabend zeigte die ARD einen neuen "Tatort" aus Ludwigshafen. Doch für den konnten sich nicht so viele Zuschauer begeistern wie sonst. Im "Tatort: Explosive Mischung" ermittelte das Team aus Ludwigshafen . Für die Kommissarinnen Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Johanna Stern (Lisa Bitter) begann der Fall mit einer missglückten Geldautomatensprengung, bei der ein junger Mann ums Leben kam. Die Suche nach seinem mutmaßlichen Komplizen führte sie in ein Viertel, in dem eine Jugendgang und ein selbst ernannter Ordnungshüter den Ton angaben. 5,32 Millionen Menschen schalteten am Sonntagabend ein. So wenige Zuschauer hatte der "Tatort" aus Ludwigshafen noch nie. Es war der 84. Fall für Lena Odenthal. Im Durchschnitt kommt ein "Tatort" mit Ulrike Folkerts auf 8,29 Millionen Zuschauer. Dieses Mal waren es fast drei Millionen Menschen weniger. Stimmen Sie ab! Welche Note geben Sie dem "Tatort: Explosive Mischung"? Den Negativrekord hielt zuletzt der 25 Jahre alte Fall "Fette Krieger". 2001 ermittelte Lena Odenthal noch mit Mario Kopper (Andreas Hoppe). Die beiden untersuchten damals den Tod eines Rappers, der nach einem Streit mit seinem Musikpartner von einem Hochhaus gestürzt war. Für den "Tatort" interessierten sich nur 5,44 Millionen Menschen. Ulrike Folkerts' erfolgreichster "Tatort" lief 1991. In "Tod im Häcksler" ging Lena Odenthal dem Verschwinden eines rumänischen Spätaussiedlers in einem pfälzischen Dorf nach und stieß auf eine verschworene Gemeinschaft, die ein grausames Verbrechen vertuschte. Den Fall sahen damals 14,46 Millionen Zuschauer. Aber warum erreichte der jüngste Fall nur so wenige Fans? Dafür gibt es gleich zwei Gründe. Die Konkurrenz am Sonntagabend war stark. RTL zeigte das Deutschlandspiel gegen Griechenland . Für das interessierten sich mehr als zehn Millionen Menschen. Zudem ist der "Tatort" seit dem Ende der Sommerpause bereits zwei Tage vor der Ausstrahlung im linearen TV in der ARD-Mediathek zu finden.