Ski alpin: Emma Aicher übt Kritik an Fis für Pläne zum Rennkalender
Der Ski-Weltverband plant weitere Wettkämpfe im Rennkalender. Emma Aicher sieht darin ein Problem – und steht mit ihrer Meinung nicht allein da. Klare Worte von Ski-Star Emma Aicher : Die 22-Jährige hat den Weltverband Fis für seine Pläne kritisiert, dem Rennkalender weitere Wettkämpfe hinzuzufügen. Um ermüdungsbedingte Stürze und Verletzungen zu verhindern, müssten jedoch auch die Athletinnen und Athleten selbst auf ihre Belastungssteuerung achten, so die dreimalige Olympia-Silbermedaillengewinnerin. Im Interview mit BR24 sagte Aicher: "Ich fahre ja sehr gerne Rennen, wüsste aber nicht, wann sie noch mehr Rennen reinbringen wollen." Ab Mitte November sei der Kalender bis Ende März "eigentlich voll", erläuterte sie. Bei der Belastungssteuerung nimmt die Vielfahrerin allerdings auch die Aktiven selbst in die Pflicht: "Wenn man müde ist, kann es immer gefährlich werden", so Aicher. "Aber das muss jede Athletin und jeder Athlet selber schauen." "Fit wie nie": Rekord-Olympiasieger beendet Karriere doch nicht "Sehe schwarz": Deutscher Olympiasieger schlägt Alarm Weidle-Winkelmann wünscht sich Umverteilung der Rennen Aichers Speed-Kollegin Kira Weidle-Winkelmann schlug in eine ähnliche Kerbe. "Meines Erachtens ist die einzige Möglichkeit, das nach hinten zu strecken", sagte sie bezüglich der Erweiterung des Weltcup-Kalenders. Weidle-Winklemanns Wunsch ist derweil eine Umverteilung der Rennen. "Ich hätte gerne mehr Speed-Rennen", erklärte die Silbermedaillengewinnerin in der olympischen Team-Kombination. "Es sind aktuell mehr Technik-Rennen im Plan als Speed." Damit weist die 30-Jährige auch auf ein Ungleichgewicht im Gesamtweltcup hin. Denn: Bei den Speed-Rennen werde "leichter mal etwas abgesagt", so Weidle-Winkelmann. Athletinnen haben "keine Zeit mehr zum Regenerieren" Alpin-Bundestrainer Andreas Puelacher hält von den Fis-Plänen ebenfalls wenig. "Wir haben dieses Jahr schon ein Riesenprogramm, gerade vor der WM", sagte der Österreicher. Er sieht eine Problematik in der Belastungssteuerung seiner Athletinnen. Diese hätten "keine Zeit mehr zum Regenerieren", so Puelacher. "In meinen Augen müsste man die Qualität der Rennen anheben und nicht die Menge der Rennen", wünscht der 62-Jährige sich andere Lösungen für die finanziellen Probleme des Weltverbandes. Seine Idee: "Die Weltcup-Rennen mehr zu einem Event machen". In diesem Winter umfasst der Weltcup-Kalender bereits sieben Rennen mehr als in der vergangenen Olympia-Saison 2025/2026. Jüngst brachte zudem Fis-Präsident Alexander Ospelt den Plan vor, in jedem nicht-olympischen Jahr alpine Weltmeisterschaften abzuhalten. Zuletzt kündigten Skistars wie die sechsmalige Gesamtweltcupsiegerin Mikaela Shiffrin oder der Österreicher Marco Schwarz an, in dieser Saison auf einige Rennen zu verzichten.