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Bas-Rückzug: Klingbeil und Schwesig verärgert über Kritik aus der Union

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Bärbel Bas verlässt nach einem Trauerfall die Politik. Die SPD verurteilt auch stete Angriffe aus der Union. "Das gehört sich nicht", sagte SPD-Chef Lars Klingbeil. Der Schock saß tief am Montag über den Rückzug von Bärbel Bas. Er sei über die Entscheidung "sehr traurig", sagte SPD-Ko-Chef Lars Klingbeil und schickte hinterher: "Die Angriffe gegen sie in den letzten Tagen ihrer Trauer waren unanständig. So etwas gehört sich nicht.“ Noch deutlicher wurde Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig . "Ich wünsche ihr viel Kraft in dieser schweren Situation", postete Schwesig an X und packte in ihr Bedauern eine heftige Kritik an der Union: "Persönlich danke ich Bärbel Bas für die gute Zusammenarbeit! Die Attacken der CDU – trotz ihrer persönlichen schweren Situation – waren unmenschlich und rücksichtslos." Zuvor hatte Bas am Montag ihre politischen Ämter als Ko-Vorsitzende der SPD und Bundesarbeitsministerin abgegeben. In einer kurzen persönlichen Erklärung begründete sie ihren Rückzug damit, dass sie derzeit Kraft brauche, um den Tod ihrer Stieftochter zu verarbeiten. Rückzug: Bärbel Bas gibt alle politischen Ämter auf Nachfolge: Schweitzer rückt ins Arbeitsministerium auf Reaktionen: Klingbeil sagt Auslandsreise zur IWF-Tagung ab Bas, 58, schrieb in ihrer persönlichen Erklärung: "Nach dem Tod meiner Stieftochter habe ich festgestellt, dass ich Zeit brauche, um die Trauer zu verarbeiten. Diese möchte ich mir ausreichend nehmen." Die SPD-Politikerin hatte bereits im September eine Auszeit vom Berliner Politik-Betrieb genommen und auf familiäre Gründe verwiesen. A ls Arbeitsministerin verantwortete sie mit der Rentenreform zugleich ein zentrales Reformvorhaben der schwarz-roten Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU). Zuletzt hatte Bas Nachbesserungen an den Vorschlägen einer Reformkommission gefordert. Gezielte Attacken von Söder und Reiche In die Kritik aus der Union an der Rentendebatte mischte sich dabei ein Unterton an der Auszeit der SPD-Politikerin. So mahnte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in der "Bild am Sonntag": Bas wisse um die Erwartung. Und weiter": "Sie hat den Koalitionsbeschluss vor dem Sommer ja nicht nur mitgetragen. Sie hat ihn aktiv mitverhandelt. Sie hat auch das Ergebnis der Rentenkommission gewürdigt." Reiche beharrte auf mehr Tempo. Sprich: Politik duldet keine Zeit für Privates. Ähnlich formulierte es Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder . Man sei bei den Reformen "längst nicht am Ziel", klagte Söder. Unions-Fraktionsvize Sepp Müller (CDU) mahnte endlich "ein konkretes Modell". Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten, graue Eminenz der Unionsfraktion, erklärte gar. "Die Ministerin ist nicht mehr tragbar." Kanzlerin Angela Merkel (CDU) reagierte in einer ähnlichen Situation anders. Mitten in der Euro-Krise musste Finanzminister Wolfgang Schäuble 2010 über Wochen in die Klink. Merkel verzichtete auf eine Kabinettsumbildung und beauftragte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) vorübergehend zusätzlich mit dem Finanzressort. Schäuble erholte sich, er blieb streng mit der Kanzlerin. Aber loyal. Die SPD reagierte nun scharf auf die steten Angriffe aus der Union. Klingbeil mahnte am Montag einen anderen Umgang in der Politik an: "Hinter den Ämtern sind wir alle nur Menschen."

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