Kreuzfahrt: Vermisste Passagierin treibt 20 Stunden in Rettungsring im Mittelmeer
Die Frau ist offenbar mit Absicht von einem Kreuzfahrtschiff ins Meer gesprungen. Eine großangelegte Suche startete – mit Erfolg.
Die griechische Küstenwache hat eine Frau aus dem Ionischen Meer gerettet, die 20 Stunden zuvor von einem Kreuzfahrtschiff ins Wasser gesprungen war. Ihren Rettern sagte die 44-Jährige aus El Salvador, sie habe „von Bord gehen“ wollen, wie ein Sprecher der Küstenwache der Nachrichtenagentur AFP am Montag sagte. Sie habe 20 Stunden in einem Rettungsring im Meer getrieben.
Kreuzfahrt-Passagierin wird psychiatrisch begutachtet
Den Angaben zufolge sprang die Frau am Freitagmorgen von Bord des Schiffes „Odyssey of the Seas“, als dieses sich südwestlich der Insel Zakynthos befand. Nachdem das Verschwinden der 44-Jährigen bemerkt worden war, wurden zwei Boote der Küstenwache und ein Marine-Hubschrauber in das Gebiet entsandt. Auch das Kreuzfahrtschiff beteiligte sich an der Suche. Die Besatzung eines Frachtschiffs entdeckte die Frau schließlich am Samstagmorgen in einem Rettungsring schwimmend.
Die Küstenwache lud die Frau nach ihrer Rettung im Hafen von Katakolo ab, von wo aus sie in ein Krankenhaus in der nahegelegenen Stadt Pyrgos gebracht wurde. Die örtliche Staatsanwaltschaft ordnete nach Angaben der Küstenwache eine psychiatrische Begutachtung an.
