Mehr Lohn gefordert: Erste Tarifrunde in Metallbranche endet ohne Angebot
Steigende Preise für Einkäufe, Wohnen und Tanken: Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Entgelt für Sachsens Metallbeschäftigte. Die Arbeitgeber kommen ohne eigenen Vorschlag an den Verhandlungstisch.
Die erste Runde der Tarifverhandlungen für rund 155.000 Beschäftigten der sächsischen Metall- und Elektroindustrie ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber hätten kein Angebot vorgelegt, teilte die Gewerkschaft IG Metall mit. „Es ist enttäuschend, dass sie dazu beim Auftakt nicht bereit waren“, sagte IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Jan Otto.
„Die Beschäftigten erwarten und brauchen angesichts der massiven Preissteigerungen eine deutliche Entgelterhöhung“, fügte er hinzu. Mit den nach oben korrigierten Wachstumsprognosen würden sich die Anzeichen für eine Konjunkturerholung verdichten. „Jetzt müssen sich die Arbeitgeber ohne weitere Verzögerung bewegen.“
5 Prozent Lohnerhöhung gefordert
Die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen fordert 5 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate. Zudem will die Gewerkschaft in den Verhandlungen über die Absicherung der Arbeitsplätze und Standorte sprechen. Eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte und Auszubildende sowie eine soziale Komponente zur Besserstellung unterer Entgeltgruppen sollen ebenfalls thematisiert werden.
Die erste Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeberverband VSME fand am Vormittag in einem Hotel in Chemnitz statt. Zuvor hatte IG Metall die Beschäftigten in der Region zu einer Kundgebung vor dem Verhandlungslokal aufgerufen, an der sich den Angaben nach rund 100 Menschen beteiligten. Die zweite Verhandlung für Sachsen findet am 27. Oktober in Dresden statt.
