Wintersport: ZDF-Reporter Michael Pfeffer stirbt bei Unfall in Rio
Jahrelang war Michael Pfeffer als Kommentator im ZDF zu hören. Jetzt ist der Journalist gestorben. Ein Freund nimmt Abschied. Der langjährige ZDF-Reporter Michael Pfeffer ist tot. Das geht aus einem Nachruf seines früheren Kollegen Peter Leissl hervor, den der Verband Deutscher Sportjournalisten auf seiner Internetseite veröffentlichte. Demnach starb Pfeffer bei einem Unfall in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro. Er wurde 67 Jahre alt. Leissl zufolge hatten Pfeffer und seine Frau, die aus Brasilien stammt, eine Hochhauswohnung in Rio bezogen – mit Blick auf die Berge Corcovado und Zuckerhut. Dort wollte das Paar bis Dezember bleiben. "Die Vorfreude auf die Reise war euch förmlich anzusehen", erinnerte sich Leissl an einen Abend mit Freunden bei Pfeffer vergangenen Sommer. "Nun ist jene weltberühmte Kulisse zum Ort geworden, wo du dein Leben verloren hast. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass das Schicksal so grausam sein kann." "Unersetzliche Lücke": Basketballtalent stirbt mit nur 17 Jahren "Was zum Teufel": Ski-Ass nach schwerer Verletzung fassungslos Pfeffer war ein "Liebhaber rasanter Sportarten" Wie genau Pfeffer ums Leben kam, geht aus dem Nachruf nicht hervor. Leissl erklärte jedoch, dass sich der Unfall in der Brandung von Rio ereignete. Wie t-online erfuhr, handelte es sich um einen Badeunfall. Pfeffer hatte über Jahrzehnte beim ZDF gearbeitet. Besonders bekannt war er für seine Liveberichterstattung von der Tour de France, den Olympischen Spielen und den Wintersportwettbewerben. Seinen letzten Einsatz hatte er bei Olympia 2024 in Paris. Neben seiner Frau hinterlässt Pfeffer eine Tochter und einen Sohn. "Unsere Gedanken sind bei ihnen. Und bei dir, lieber Michael, der du uns so unvermutet verlassen hast", schrieb Leissl. In einer früheren Version des Artikels zitierte t-online aus Leissls Nachruf hinsichtlich einer vermeintlichen Risikobereitschaft Pfeffers im Zusammenhang mit Sportarten wie Kite-Surfen oder Radfahren. Dabei konnte der Eindruck entstehen, dass diese ursächlich für den Tod des Reporters war. Das ist nach neuem Erkenntnisstand nicht der Fall.