Hannover 96: Niederlage und Eklat im Derby gegen Eintracht Braunschweig
Der Fehlstart in seine Amtszeit in Hannover ist perfekt: Sandro Wagner verliert mit den "Roten" das Derby in Braunschweig. Am Ende wird die Partie von einem Eklat überschattet. Sandro Wagner hat mit Hannover 96 einen weiteren bitteren Rückschlag erlitten. Die Niedersachsen konnten am Sonntag auch das dritte Spiel unter ihrem neuen Trainer nicht gewinnen. Im Derby bei Eintracht Braunschweig unterlag Hannover durch die Treffer von Max Marie (17. Minute) und Yann Sturm (90.+2) mit 0:2 (0:1) – und findet sich nun auf Relegationsplatz 16 wieder. Überschattet wurde die Partie nach dem zweiten Braunschweiger Treffer von der Aktion einiger Gästefans. Diese zündeten Pyrotechnik, schossen Raketen in Richtung Heimfans und Spielfeld. Rund um den Gästeblock brannte es zwischenzeitlich lichterloh. Die Feuerwehr rückte an. Auch ein Krankenwagen fuhr vor. Die Partie wurde in der Nachspielzeit minutenlang unterbrochen. Parallel konnte Holstein Kiel den ersten Saisonsieg einfahren. Die "Störche" bezwangen Dynamo Dresden mit 3:0 (1:0). Der VfL Osnabrück feierte ebenfalls einen 3:0-Erfolg (2:0) über Greuther Fürth. Eintracht Braunschweig – Hannover 96 Hannover, in der vergangenen Saison noch knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt, war die Verunsicherung von Beginn an anzusehen. Dabei hatte Wagner, der seit September als 96-Coach im Amt ist, vor der Partie versichert, "alle" im Team seien bereit für das Derby. Bei Maries Treffer sah Torhüter Leo Weinkauf überhaupt nicht gut aus – er ließ einen eigentlich ungefährlichen Ball vor die Füße des gegnerischen Angreifers prallen. In der zweiten Hälfte fing sich Hannover. Kapitän Stefan Teitur Thordarson hatte gleich mehrere Gelegenheiten, doch Eintracht-Keeper Ron-Thorben Hoffmann war auf dem Posten. In der 66. Minute musste der Torwart jedoch nach einem heftigen Kopftreffer verletzt das Feld verlassen. In der Schlussphase wurde das Hochrisikospiel unterbrochen, da Hannover-Fans mit pyrotechnischen Gegenständen in Richtung des Spielfelds warfen. Es flogen auch vereinzelte Raketen aus dem Block der Gäste in Richtung der Braunschweiger Fans. Nach einer Löschaktion der Feuerwehr wurde die Partie von Schiedsrichter Tobias Reichel nach einigen Minuten fortgesetzt. Holstein Kiel – Dynamo Dresden Im Holstein-Stadion waren die Kieler zu Beginn die aktivere Mannschaft – und sie belohnten sich früh. Giorgi Kwilitaia traf mit einem satten Schuss ins lange Eck (9.). Die Gastgeber hätten durchaus höher führen können, auch wenn Dresdens Ben Bobzien (21.) nach einem Ausrutscher von Weiner den Ausgleich vertändelte. Kwilitaia (33.) köpfte an den Pfosten. Nach der Pause steigerten sich die Gäste. Weiner rettete nach einem tollen Spielzug aus kurzer Distanz gegen Hauptmann (55.). Sechs Minuten später brachte David Zec den flinken Bobzien im Strafraum zu Fall, Hauptmann schoss den Ball jedoch schwach in die Arme von Weiner. Jonas Therkelsen machte nur 27 Sekunden nach seiner Einwechslung alles klar (73.), Harres legte per Kopf nach (85.) VfL Osnabrück – Greuther Fürth Fürth hatte früh großes Glück, als ein Schuss des Osnabrückers Leonhard Münst (24.) an den Pfosten flog. Nach einem Ballverlust von Felix Klaus spielte Osnabrück den Konter perfekt aus. Daniel-Kofi Kyereh sprintete aus der eigenen Hälfte los und traf mühelos zum 1:0 (37.). Nur wenig später verlor Fürth den Ball im Spielaufbau – dieses Mal war Robin Meißner zur Stelle (39.). Unmittelbar nach der Pause hätten die Gastgeber schnell erhöhen können. Doch Münst wurde im letzten Moment geblockt, dann traf Kyereh die Latte (48.). Fürth war zwar um eine Antwort bemüht, fand aber keine Lösungen gegen die sehr aufmerksamen Osnabrücker. Der VfL lauerte auf Konter: Der eingewechselte Ismail Badjie sorgte nach einem weiteren Fürther Ballverlust für den dritten Treffer (75.).