Opel Agila: Kleinwagen könnte 2028 als Elektroauto zurückkehren
Der Autokonzern Stellantis plant eine neue Generation erschwinglicher Elektro-Kleinwagen. Opel könnte dabei einen bekannten Modellnamen wiederbeleben. Klein, praktisch, günstig: Der Agila war in den frühen 2000er-Jahren ein Erfolg für Opel. Nun mehren sich Hinweise, dass die Rüsselsheimer Marke an einem Nachfolger arbeiten könnte – womöglich sogar mit demselben Namen. Auf dem Pariser Autosalon erregte das 2CV Concept von Citroën Aufsehen . Mit Retrodesign, einfacher Technik und einem angepeilten Preis von rund 15.000 Euro soll das Modell Elektromobilität attraktiver und vor allem erschwinglicher machen. Auch Fiat bereitet Berichten zufolge auf derselben technischen Basis ein Schwestermodell vor, das unter dem Namen Koala gehandelt wird . In einer früheren Grafik einer Präsentation des Mutterkonzerns Stellantis waren neben schemenhaften Abbildungen dieser beiden Autos noch weitere Modelle zu sehen, darunter möglicherweise ein neuer Opel. Offiziell bestätigt ist ein solches Modell bislang nicht. Das italienische Automagazin "Quattroruote" berichtet jedoch über eine mögliche Rückkehr des Modellnamens Agila. Auch "Auto Motor und Sport" und "Electrive.net" greifen die Spekulation auf. Einer der möglichen Hinweise: Der Heckabschluss des schemenhaft gezeigten Modells soll an den früheren Opel Agila erinnern. Drei kleine E-Autos aus Italien Stellantis hatte das E-Car-Projekt im Mai 2026 angekündigt. Die ersten Fahrzeuge sollen 2028 im Werk Pomigliano d'Arco bei Neapel vom Band laufen, wo bislang unter anderem der Fiat Panda gebaut wird. Zuerst sind offenbar Citroën und Fiat mit ihren Kleinwagen an der Reihe, das dritte Modell könnte wenige Monate später als Opel-Ableger folgen. Warum der Name Agila passen würde Der Name Agila wäre für Opel naheliegend. Er kam 2000 auf den Markt und wurde bis 2014 in zwei Generationen gebaut. Die erste Generation war eng mit dem Suzuki Wagon R+ verwandt, die zweite basierte auf dem Suzuki Splash. Das Konzept war einfach: ein kurzer, hoch bauender Fünftürer mit möglichst viel Platz auf geringer Verkehrsfläche. Nach seinem Produktionsende 2014 übernahm der kleinere Opel Karl die Rolle des Einstiegsmodells. Laut "Auto Motor und Sport" wurden vom Agila rund 654.000 Fahrzeuge gebaut. Ein solches Grundprinzip könnte auch zu einem günstigen Elektroauto passen – zumal es eine Lücke in der aktuellen Produktpalette schließen würde: Der zweisitzige Rocks Electric ist ein Leichtfahrzeug für die Stadt, der Corsa Electric bereits ein vollwertiger Kleinwagen mit entsprechend höherem Preis. Auch Volkswagen arbeitet an einem Kleinstwagen unterhalb des elektrischen ID. Polo , Renault hat mit dem Twingo einen Stadtstromer im Angebot . Technik: Viele Fragen sind offen Konkrete technische Daten gibt es bisher nicht. Weder Batteriekapazität noch Reichweite, Ladeleistung oder Motorleistung sind bekannt. Die Quellen gehen davon aus, dass Stellantis bei den E-Cars stark auf Kosten, Gewicht und Alltagstauglichkeit achten wird. Eine kompakte Batterie, einfache Ausstattung und ein reduzierter Innenraum wären passend zum Preisziel. Denkbar wäre auch, dass Stellantis bei den Basismodellen auf große Bildschirme verzichtet und stattdessen eine Smartphonehalterung anbietet. Das Fachportal "electrive.net" berichtet zudem, dass Stellantis bei der Entwicklung der Elektroauto-Technik auf ausgewählte Partner setzen will, um Kosten zu senken und die Markteinführung zu beschleunigen. Andere Medien bringen dabei auch den chinesischen Hersteller Leapmotor ins Spiel. Neue EU-Klasse könnte kleinen Stromern helfen Die Citroën-Studie misst laut den gelieferten Informationen 3,76 Meter. Ein Opel-Modell auf derselben technischen Basis könnte in einer ähnlichen Größenordnung liegen. Die geplante EU-Fahrzeugklasse M1E dürfte bei der Einführung eine Rolle spielen: Sie soll kleine Elektroautos unter 4,20 Meter Länge erfassen, mit gesenkten gesetzlichen Anforderungen beispielsweise für Assistenzsysteme die Preise niedrig halten. Zudem können solche Fahrzeuge bei den CO2-Flottenemissionen künftig mit einem Faktor von 1,3 angerechnet werden. Für Hersteller wäre das ein zusätzlicher Anreiz, wieder kleinere und günstigere Elektroautos in Europa anzubieten.