Bundesliga: FC Bayern erlebt dunklen Abend im Topspiel – später Schock
Mit großer Euphorie ging der FC Bayern ins Topspiel gegen Borussia Dortmund. Doch 90 Minuten später war die Stimmung eine ganz andere. Der FC Bayern hat gegen Borussia Dortmund einen dunklen Abend erlebt. Im Bundesliga-Topspiel kassierte der Rekordmeister einen späten Ausgleich durch BVB-Stürmer Fábio Silva, der in der 90. Minute zum 2:2-Unentschieden traf. Dabei lief für Bayern nicht nur die Schlussphase schief. Gleich drei Spieler mussten verletzt runter: Ismael Saibari und Serge Gnabry verließen schon im ersten Durchgang den Platz, Michael Olise zeigte in der Schlussphase an, dass es nicht mehr weiterging. Zudem verschoss Harry Kane in der zweiten Hälfte einen Elfmeter (56.). TV-Experte warnt: Hamann rät Jungstar vor Bayern-Wechsel ab Wegen Lennart Karl : Ballack attackiert Bayern-Bosse Die Tore in der Münchner Allianz Arena erzielten Konrad Laimer (38.) und Dayot Upamecano (66.) für den FC Bayern. Für den BVB traf neben Fábio Silva auch Torjäger Sergou Guirassy (60.). So lief das Spiel Bayern-Interimstrainer Aaron Danks hatte nach den anhaltenden Ausfällen von Manuel Neuer , Jamal Musiala und Luis Díaz immerhin Joshua Kimmich wieder zur Verfügung. Der DFB-Kapitän wirkte nach drei Spielen Abwesenheit wegen eines Todesfalls in seinem engsten Familienumfeld von Beginn an mit. Sportvorstand Max Eberl berichtete vor dem Spiel bei Sky: "Jo hat signalisiert, er kann, er möchte, er fühlt sich bereit." Kimmich übernahm wie gewohnt die Rolle des Antreibers, konnte aber zunächst keine entscheidenden Akzente setzen. Tatsächlich taten sich die Münchner schwer gegen die beste Abwehr der Liga, Szenen im Strafraum blieben eine Seltenheit. Die Führung war dennoch möglich, als Olise mit einem eher zufälligen Schuss nur den Pfosten traf (10.). Einmal klärte zudem Torhüter Gregor Kobel vor Laimer (20.). Immer wieder versuchten es die Bayern auch mit langen Bällen, nach einem dieser weiten Pässe von Laimer tauchte Saibari alleine vor Kobel auf – dann aber sprang ihm der Ball zu weit weg, der Dortmunder Schlussmann griff entschlossen ein (24.) – für den marokkanischen Nationalspieler zu entschlossen: Er musste mit einer Verletzung am rechten Knöchel vom Feld, für ihn kam Nathaniel Brown (29.). Wenige Minuten nach Saibari musste auch Gnabry verletzt in die Kabine (31.). Danach überschlugen sich für kurze Zeit die Ereignisse: Dem kurz nach Gnabrys Auswechslung folgenden Treffer durch Bellingham (34.) versagte Schiedsrichter Tobias Stieler zwei Minuten später nach Video-Überprüfung die Anerkennung, weil Carney Chukwuemeka beim Schuss des Engländers im Abseits gestanden und obendrein Münchens Torhüter Jonas Urbig über den Haufen gesprungen hatte. Fast im Gegenzug spielte Olise in den Lauf von Laimer, der nach einer ersten Parade von Kobel im Nachschuss traf. Die Münchner Defensive wiederum erwies sich wie schon im Pokalspiel gegen den 1. FC Magdeburg (6:1) als nicht immer sattelfest. Den Dortmundern gelang es bei seltenen Vorstößen immer wieder, Verwirrung zu stiften. Vor dem letztlich aberkannten Treffer von Bellingham machten die ansonsten starken Upamecano und Min-Jae Kim keine gute Figur. Beide Mannschaften leisteten sich viele Fehler, die Münchner aber besaßen insgesamt die besseren Gelegenheiten. Die beste zum Ausbau der Führung vergab Kane, der einen von Felix Nmecha verursachten Handelfmeter ans Lattenkreuz schoss (56.). Der Engländer leitete danach Dortmunds Ausgleich ein – machte seinen Fehler durch die Vorlage zu Upamecanos Treffer aber wieder wett. Dann musste auch noch Olise (84.) runter, ehe Silva zum erneuten Ausgleich traf.