Steinmeier-Nachfolge: CDU-Präsidiumsmitglied für Aigner als Kandidatin
Mehrere Politiker von CDU, SPD und Grünen haben sich für Ilse Aigner als Bundespräsidentin ausgesprochen. Jetzt wirbt auch ein Mitglied aus dem CDU-Präsidium für eine Kandidatur der CSU-Politikerin.
CDU-Präsidiumsmitglied und NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach hat sich für Ilse Aigner (CSU) als gemeinsame Kandidatin der Union für das Amt des Bundespräsidenten ausgesprochen. „Wenn es Frau Aigner würde, wäre es ein Gewinn für unser Land“, sagte Scharrenbach dem „Handelsblatt“. Aigner sei bodenständig und ein ruhender Pol zur Hektik im politischen Berlin. „Sie kann ausgleichen und integrierend wirken.“
Mehrere einflussreiche Politiker hatten sich bereits für die bayerische Landtagspräsidentin Aigner ausgesprochen – darunter Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne), alle drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Es sei „wohltuend“, dass es in diesen Zeiten breite Unterstützung über die Parteigrenzen hinweg gebe, sagte Scharrenbach demnach.
Am 30. Januar 2027 kommt die Bundesversammlung in Berlin zusammen, um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu bestimmen. Die CSU unterstützt eine Kandidatur von Aigner. Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hatte am Montag für eine Frau als Bundespräsidentin plädiert, aber noch keinen Namen genannt. Eine Entscheidung wird Anfang kommender Woche erwartet, wenn sich CDU-Präsidium und -Vorstand damit beschäftigen.
