Fast zwei Jahre nach dem Fund von 71 erstickten Flüchtlingen in einem Lastwagen in Österreich beginnt im ungarischen Kecskemet der Prozess gegen elf mutmaßliche Schlepper. Die Staatsanwaltschaft will für die vier Hauptangeklagten lebenslange Haftstrafen wegen Mordes und Schlepperei beantragen. Der Fund der Leichen an einer Autobahn im österreichischen Burgenland hatte im August 2015 international für Entsetzen gesorgt. Der Prozess findet in Ungarn statt, weil die Flüchtlinge laut Gutachtern noch auf ungarischem Staatsgebiet starben.