Nächtliches Feuer: Die geheime Fake-Fabrik der Nazis
- welche Dimensionen das Gelände der Scheinanlage hat,
- was Zeitzeugen über das militärische Sperrgebiet erzählen,
- wie viel Personal die Fake-Fabrik am Laufen hält,
- warum die Anwohner nachts das Gebiet verlassen müssen,
- wie lange die Anlage wirksam ist.
Das Projekt ist streng geheim: Rund zehn Kilometer Luftlinie von der Krupp-Gussstahlfabrik Essen entfernt entsteht im Bergischen Land während des Zweiten Weltkriegs die Kulisse für eine raffinierte Täuschung. Auf diese Weise soll die größte Rüstungsschmiede der NS-Zeit vor alliierten Luftangriffen geschützt werden.
Auf den Feldern um den Rottberg bei Velbert werden nachts große Feuer angezündet, auf dem Berg selbst fährt eine Eisenbahn im Kreis. Ein 36 Meter hoher Schornstein aus Spanplatten und sägezahnförmige Industriedächer aus Dachlatten und Pappe simulieren die Fabrik. Das reicht, um Bomberpiloten in 4.000 Metern Höhe in die Irre zu führen.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Josef Niedworok (Architekt, Geschichtsdetektiv und ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger beim Landschaftsverband)
- Jürgen Lohbeck: Das vergessene Scheindorf in Velbert. Velbert 2012
Weiterführende Links:
- Zeitzeichen 30.04.1943: Die perfekte Täuschung - Alliierte starten Operation Mincemeat
- tagesschau.de: Wie eine Phantom-Armee die Nazis täuschte
- ARD-Weltspiegel: USA: Die "Ghost Army" - tricksen, täuschen, ablenken
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Martina Meißner
Redaktion: Frank Zirpins
Technik: Moritz Raestrup ]]>
