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US-Angriff auf den Iran? Donald Trump holt zum Schlag aus

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Das iranische Regime geht mit Gewalt gegen die Proteste im eigenen Land vor, die Opferzahlen steigen. US-Präsident Trump droht mit einem Militäreinsatz gegen den Iran, aber wie wahrscheinlich ist das? Die rote Linie ist überschritten. Zum Jahreswechsel hatte US-Präsident Donald Trump dem iranischen Mullah-Regime gedroht: Sollte es mit Gewalt gegen die Proteste im Iran vorgehen, würden die USA militärisch eingreifen. Damit gab das Weiße Haus den Demonstranten Rückendeckung und vermeintlich auch Sicherheit, wenn sie nach der großen Protestwelle 2022 erneut gegen die unbeliebte islamistische Führung auf die Straße gehen sollten. Aber das hielt die Mullahs in ihrem politischen Überlebenskampf nicht vom Einsatz von Gewalt gegen Zivilisten ab. Nach anfänglichem Zögern scheint das Regime inzwischen brutal gegen Demonstranten vorzugehen. Davon zeugen Bilder und Videos, die trotz Internetsperre aus dem Land nach außen gelangten. Auf ihnen sind etwa zahlreiche Leichensäcke zu sehen. Internationale Menschenrechtsorganisationen gehen von Hunderten Todesopfern und Tausenden verhafteten Demonstranten aus, denen nun die Todesstrafe droht. Das Regime stuft sie als "Feinde Gottes" ein. Und Trump? Der US-Präsident verschärfte am Sonntagabend seine Drohungen noch einmal. Die Amerikaner erwägen "sehr starke Optionen" für ein Eingreifen. "Das Militär prüft das", sagte der Republikaner. Nachdem die USA Anfang Januar den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro in einer nächtlichen Operation aus Caracas entführt hatten, werden Drohungen aus Washington noch ernster genommen als zuvor. Dabei ist die Lage im Iran für die USA eine völlig andere. Militärisch wäre das US-Militär gar nicht in der Lage, zeitnah einzugreifen. Nicht wenige gehen daher davon aus, dass Trump im Rausch seiner erfolgreichen Maduro-Operation etwas ankündigte, das er zeitnah gar nicht einhalten kann. Rätselhafte Iran-Aussage: Weiß Merz mehr? Trump jagt Putins Schattenflotte: "Es ist Zeit, es Russland mal zu zeigen" Mullah-Regime ist geschwächt Dabei standen die Chancen für einen Regimewechsel im Iran selten so gut wie aktuell. Bei den Protesten von 2022 und 2023 war es der islamistischen Führung noch gelungen, Teile der Bevölkerung mit wirtschaftlichen Zugeständnissen zu besänftigen. Aber der internationale Sanktionsdruck auf den Iran ist mittlerweile derart groß, dass der Führung dafür dieses Mal die finanziellen Spielräume fehlen. Zahlreiche Indizien untermauern die Schwäche des Regimes. Es mehren sich Berichte darüber, dass die Mullahs schiitische Milizen aus dem Irak um Unterstützung gebeten haben. Das wäre bemerkenswert, weil der Iran mit Armee, Revolutionsgarden und Milizen über eine Million Menschen unter Waffen mobilisieren kann. Gleichzeitig verkündete die iranische Führung, dass gegen Sicherheitskräfte wegen des Verdachts auf Befehlsverweigerung vorgegangen werde. Daraus könnte man schließen, dass Teile der iranischen Sicherheitskräfte sich weigern, auf unbewaffnete Demonstranten zu schießen. Eine Überraschung wäre es nicht, wenn sich Teile der Sicherheitskräfte mit den Demonstranten solidarisierten. Denn die Mullahs haben mit den Revolutionsgarden eine zweite Armee aufgebaut, die den Klerikern gegenüber loyaler ist als die iranische Armee. Wichtige Armeebereiche – wie etwa die Raketeneinheiten – sind den Revolutionsgarden gar unterstellt. Die Armee sah diese Entwicklung von Anfang an kritisch, heißt es. Hohes Risiko für Trump Ein Teilaufstand der iranischen Sicherheitskräfte nährt in Washington und in vielen europäischen Hauptstädten daher die Hoffnung, dass die Iranerinnen und Iraner selbst die Mullah-Führung stürzen. Es wäre die von allen westlichen Staaten präferierte Variante. Trumps Ankündigung, die iranischen Demonstranten zu unterstützen, könnte daher auch das Ziel verfolgen, sie zu ermutigen, weiter auf die Straße zu gehen. Aber das wäre eine Strategie mit hohem Risiko: Scheitert der Protest und die USA haben nicht eingegriffen, verlören sie nicht nur an Glaubwürdigkeit. Der Mut für weitere Aufstände könnte den Iranern dann zukünftig fehlen. Dementsprechend stecken die USA jetzt in der Zwickmühle, und die Zeit läuft gegen Trump. Denn sollten die Sicherheitskräfte weiterhin auf Demonstranten schießen, sollten Soldaten weiterhin Unbewaffnete töten, gibt es kurzfristig nur zwei mögliche Entwicklungen: Entweder wird die Revolution erneut blutig niedergeschlagen oder die Demonstranten können sich bewaffnen, und es kommt zu einem Bürgerkrieg wie 2011 in Syrien . Kapazitäten der USA sind begrenzt All das spräche aus Sicht der USA für ein Eingreifen. Zumal Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein großes strategisches Interesse am Sturz der Mullahs haben. Ein solcher würde die komplette Machtarchitektur im Nahen und Mittleren Osten verändern. Schiitische Terrororganisationen wie die Hisbollah verlören ohne das Geld der Mullahs an Macht. Israels Sicherheit würde davon massiv profitieren, der israelische Widerstand gegen einen palästinensischen Staat würde eventuell schwinden. "Iranische Patrioten, protestiert weiter! Übernehmt eure Institutionen!", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social . Er habe alle Treffen mit iranischen Regierungsvertretern abgesagt, bis das "sinnlose Töten von Demonstranten aufhört". "Sie werden einen hohen Preis zahlen", schrieb Trump und kündigte an, dass Hilfe unterwegs sei. Was genau er damit meinte, war zunächst unklar. Er holt zum Schlag aus, aber hat er wirklich die Kraft? Und doch bleiben Zweifel, dass er damit militärische Hilfe meint. Denn die USA hätten als stärkste Militärmacht der Welt zwar generell die Möglichkeit, im Iran einzugreifen. Aber zeitnah hat Trump dafür gerade keine militärische Option. Dafür bräuchten die Amerikaner nämlich mindestens einen Flugzeugträger plus Verband in der Golfregion, um eigene Stützpunkte in dem Areal zu schützen. Als die USA zusammen mit Israel im Juni 2025 das iranische Atomprogramm angriffen, waren zwei Träger in dem Gebiet. Doch Trump schickte für die Venezuela-Operation den Flugzeugträger Gerald R. Ford in die Karibik und andere Träger sind in der Reparatur. Und alle sind weit weg vom Iran. Im Vergleich zum venezolanischen Militär, welches sich kaum gegen die Entführung von Maduro wehrte, haben die Mullahs zudem Potenzial für eine Eskalation. Sie könnten die Basen der USA und von US-Verbündeten mit Raketen angreifen. Und zudem die Straße von Hormus abriegeln, durch die etwa ein Fünftel des globalen Öl- und Flüssigerdgas-Handels verläuft. USA ziehen politisches Schwert Auch deshalb entschied sich Trump am Montag für ein politisches Instrument und kündigte Zölle von 25 Prozent gegen Staaten an, die weiterhin mit dem Iran handeln. Ein Zeichen der US-Solidarität mit den Demonstranten. Welche Staaten genau gemeint sind, ließ der US-Präsident bislang offen. Die Maßnahme könnte auch auf China zielen und den Handelskonflikt zwischen Peking und Washington erneut eskalieren lassen. Es ist also durchaus ein scharfes politisches Schwert. Aber eines, das das iranische Mullah-Regime am Ende wohl nicht entmachten wird. Es sieht daher so aus, als blieben die Iranerinnen und Iraner vorerst auf sich gestellt.



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