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Tabea Kemme fordert Alkoholverbot in Fußballstadien – wegen Sexismus

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Über die Sicherheit in Fußballstadien wird regelmäßig diskutiert. Dabei muss es nicht zwangsläufig immer um gewalttätige Übergriffe gehen. In Berlin kam es am Rande des Spitzenspiels zwischen Hertha BSC und dem FC Schalke 04 kürzlich zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Fans, über die auch Tage danach noch debattiert wird. In den Bundesliga-Stadien gibt es regelmäßig auch weitaus weniger sichtbare Übergriffe – etwa in Form von Sexismus. "Ich bin seit 20 Jahren im Fußball tätig und habe bisher vieles erlebt. Sexismus, sexualisierende Gewalt, Stalking, Morddrohungen, ich würde es auf allen Ebenen als Daily Business bezeichnen", berichtete Tabea Kemme im Gespräch mit dem "Spiegel". Die Ex-Nationalspielerin äußerte daher einen Wunsch: "Zum Schutz aller Beteiligten würde ich in Sportstätten den Zugang zum Alkohol unterbinden." Die 34-Jährige hat 47 A-Länderspiele für Deutschland bestritten, in der Frauen-Bundesliga zudem jahrelang für Turbine Potsdam gespielt. Seit 2021 ist sie als TV-Expertin für Prime Video und Sky im Einsatz. Ihr persönlicher Umgang mit der Problematik habe sich im Laufe der Jahre gewandelt. "Ich setze klare Grenzen. Wenn Witze über Frauen gemacht werden, sage ich sofort etwas", sagte Kemme. "Die Lösung für Sensibilisierung ist Kommunikation." Kemme nennt Sprache als Problem und fordert mehr Anzeigen Dabei erinnerte sich die Expertin an einen Übergriff aus ihrer Jugendzeit. Als 16-Jährige wollte ein Mann ein Autogramm von ihr und habe sie dabei auf die Stirn geküsst: "Das hat mich in dem Moment total überfordert. Ich wusste nicht, was da passiert und bin weiter Müsli einkaufen gegangen." Im Fußball habe es seinerzeit "keinerlei Hilfestellungen" gegeben, stattdessen habe das Leben Kemme "auf solche Situationen vorbereitet". Auch im Jahr 2026 muss sie derartige Momente noch erleben. "Als TV-Expertin im Männerfußball kann ich sagen, dass der Fußball auch heute noch sexistisch ist", sagte sie und definierte den Kern des Problems: "Es geht um Männlichkeit und nicht pauschal um Männer, wir tragen alle eine gewisse Männlichkeit in uns. Dabei geht es oft um Sprache." Kemme versuche, ihre Kollegen für einen besseren Umgang mit ihren Worten zu sensibilisieren. Unter dem Strich gebe es im Fußball noch reichlich Nachholbedarf. "Da fehlt es immer noch an Strukturen. In sämtlichen Bereichen des Fußballs benötigen wir externe Anlaufstellen, die einen geschützten Raum bieten", sagte Kemme. "Und leider bin ich davon überzeugt, dass wir noch mehr Eskalation, also Strafanzeigen brauchen."



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