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Minneapolis: Augenzeugin filmte tödliche Schüsse – das sind ihre Aussagen

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Eine Frau dokumentierte die tödlichen Schüsse auf Alex Pretti in Minneapolis. Sie zweifelt die offizielle Darstellung an – und belastet damit die ICE-Beamten schwer.

Videoaufnahmen der tödlichen Schießerei bei einem ICE-Einsatz in Minneapolis schockieren nicht nur US-Bürger, sondern Menschen weltweit. Der 37-jährige Krankenpfleger Alex Pretti kam dabei ums Leben. Die US-Behörden behaupten, der Mann sei aus Notwehr erschossen worden.

Doch eine Zeugin, die den Vorfall filmte und selbst im pinken Oberteil auf Videoaufnahmen zu sehen ist, widerspricht. In einer eidesstattlichen Erklärung, die der "New York Times" vorliegt, schildert die Frau ihre Beobachtungen der Schüsse in Minneapolis – und stellt damit die offiziellen Schilderungen der Behörden infrage. Laut "New York Times" wurde die eidesstattliche Erklärung der Zeugin im Rahmen einer Klage eingereicht, unterstützt von der American Civil Liberties Union of Minnesota. Der Vorwurf: Bundesbeamte hätten die Rechte von Demonstranten wiederholt verletzt.

Das steht in der Erklärung

Der Name der Frau wurde in den Unterlagen geschwärzt. In sozialen Medien wird sie von den Nutzern "Lady in Pink" genannt – eine Anspielung auf ihr markantes Oberteil. Sie selbst gibt an, Anwohnerin in der Whittier-Nachbarschaft in Minneapolis, Minnesota, älter als 18 Jahre alt und als Entertainerin tätig zu sein. Die Zeugin berichtet, dass sie sich am vergangenen Samstag um 8.50 Uhr morgens für die Arbeit fertigmachte, als sie von draußen das Geräusch von Pfeifen vernahm.

"Ich wusste, dass die Pfeifen bedeuteten, dass ICE-Beamte in der Gegend waren, also beschloss ich, auf dem Weg zur Arbeit nachzuschauen", schildert sie. "Ich habe mich an der Beobachtung in meiner Gemeinde beteiligt, weil es so wichtig ist, zu dokumentieren, was ICE meinen Nachbarn antut."

Anschließend sei sie zur Nicollet Avenue gefahren, wo die Pfiffe herkamen. Dort angekommen habe sie einen Convoy der US-Einwanderungsbehörde ICE vorgefunden und etwa 15 Menschen, die die Bundesbeamten filmten und beobachteten. "Ich sah ICE-Beamte, die Autos umzingelten und auf die Scheiben einschlugen", erklärt die Frau. "Ich sah auch, wie sie weiter unten auf der Nicollet Fahrzeuge anhielten, also fuhr ich zurück, weil ich mich nicht sicher fühlte, weiterzufahren."

Todesopfer in Minneapolis laut Zeugin unbewaffnet

Sie habe einen Mann gesehen, der versuchte, den Verkehr zu regeln. Er half ihr, einen Parkplatz zu finden, berichtet die Zeugin weiter. Offenbar handelte es sich bei dem Mann um Alex Pretti. Daraufhin sei sie mit ihrer Pfeife und einer Kamera ausgestiegen. Als eine Person von den ICE-Beamten zu Boden geworfen wurde, habe sie ihre Kamera gezückt, um die Szenen festzuhalten, schildert sie. Auch Pretti habe mit seinem Handy gefilmt. Ein ICE-Beamter habe die beiden gebeten, zurückzutreten. Sie selbst habe sich daraufhin auf den Gehweg zurückgezogen. Auch andere Personen, die die Szene filmten, seien von den Beamten zurückgedrängt worden. Manche wurden laut der Zeugin mit Pfefferspray bedroht und attackiert. Auch sie habe das Pfefferspray in ihren Augen gespürt.

Pretti dagegen sei trotz des Tumults auf der Straße geblieben und habe von dort aus weiter gefilmt. Laut der Zeugin habe er lediglich seine Kamera in der Hand gehalten. "Ich habe nicht gesehen, dass er nach einer Waffe gegriffen oder eine Waffe gehalten hat."

Dann habe ein ICE-Beamter eine weitere Person zu Boden gestoßen und dieser sowie weiteren Menschen Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. "Der Mann mit dem Telefon (Alex Pretti, Anm. d. Red.) hob die Hände über den Kopf, woraufhin der Beamte ihn erneut besprühte und stieß", schildert die Zeugin die chaotischen Szenen.

Zeugin: "Ich weiß nicht, warum sie ihn erschossen haben"

Pretti habe versucht, der Person "aufzuhelfen, die der ICE-Beamte zu Boden gestoßen hatte. Daraufhin hätten weiter Beamte den offenbar unbewaffneten 37-Jährigen gepackt und ihn zu Boden gedrückt. "Es sah nicht so aus, als würde er sich wehren wollen", er habe lediglich versucht, der Frau aufzuhelfen, berichtet die Zeugin.

Kurz darauf seien die tödlichen Schüsse gefallen: "Vier oder fünf Beamte hielten ihn am Boden fest und fingen einfach an, auf ihn zu schießen. Sie schossen so oft auf ihn." Warum die Beamten plötzlich Schüsse abfeuerten, wisse sie nicht. Aus anderthalb Metern Entfernung habe sie lediglich gesehen: "Sie haben ihn einfach erschossen." Darauf deute auch ihre Videoaufnahme hin, behauptet die Zeugin.

US-Medien wie die "New York Times", "Washington Post" und CNN unterstützen ihre Darstellung. Analysen verschiedener Handyvideos haben demnach gezeigt, dass Pretti zwar eine Waffe am Hosenbund trug, ein ICE-Beamter sie allerdings entwendete. Während der Beamte sich wegbewegte, habe ein anderer seine Waffe gezogen und geschossen.

Viele Fragen rund um die tödlichen Schüsse sind noch offen, Ermittlungen laufen. US-Präsident Donald Trump kündigte eine Überprüfung des Vorfalls an.

Frau zweifelt Version des US-Heimatschutzministeriums an

Das US-Heimatschutzministerium (DHS) beschrieb den Vorfall hinterher in einem Statement als Notwehr. Demnach habe sich Pretti mit einer Halbautomatikpistole den Beamten genähert. Von der Waffe veröffentlichte das DHS ein Foto. Dass Pretti diese aber in der Hand gehalten hatte, können die vorliegenden Videoaufnahmen nicht belegen.

Auch die Zeugin weist die Darstellung der US-Behörde als falsch zurück. Der Schock nach dem Vorfall sitzt bei ihr tief: "Ich habe Angst. Es ist erst wenige Stunden her, dass sie einen Mann direkt vor meinen Augen erschossen haben, und ich traue mich nicht nach Hause, weil ich gehört habe, dass Agenten nach mir suchen", berichtet sie. "Ich weiß nicht, was die Agenten tun werden, wenn sie mich finden. Ich weiß aber, dass sie nicht die Wahrheit über das Geschehene sagen." Sie habe bereits gehört, dass andere Zeugen festgenommen worden seien.

Weitere Quellen: "Tagesspiegel", "Bild", Nachrichtenagentur DPA




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