WM 2026: Ex-Fifa-Präsident Sepp Blatter warnt vor USA-Reise
Joseph S. Blatter rät Fußballfans, die USA im Sommer zu meiden. Die politische Lage könnte für Reisende unerwartete Konsequenzen haben. Der frühere FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat Fußballfans von Reisen zur Weltmeisterschaft in die USA abgeraten. "Für die Fans gibt es nur einen Ratschlag: Bleibt den USA fern", schrieb der 89-Jährige bei X. Er äußerte Sicherheitsbedenken und verwies auf die politische Lage, die für Besucher problematisch sein könnte. Auch der Antikorruptionsexperte Mark Pieth teilt diese Einschätzung und warnt vor möglichen Schwierigkeiten bei der Einreise. Pieth, der von 2011 bis 2013 Vorsitzender einer Kommission für Verbandsführung bei der Fifa war, erklärte im Interview mit dem "Tagesanzeiger", dass Fans bei der Einreise in die USA möglicherweise direkt zurückgeschickt oder nach Mittelamerika deportiert werden könnten. Er riet dazu, die Spiele lieber im Fernsehen zu verfolgen. Vertragsverhandlungen in München: Eberl bestätigt Gespräche mit Harry Kane Berater melden sich: Verliert der DFB ein Toptalent an Österreich? Pieth verglich die Sicherheitslage in den USA mit der in Mexiko: "Die USA sind in Bezug auf die Sicherheit in einer ähnlichen Situation wie Mexiko. In Mexiko sind es die Drogenbanden, die mit Übergriffen drohen, in den USA ist es ein autoritär werdender Staat." Die deutsche Bundesregierung hat ebenfalls am Montag Reisende zur Vorsicht aufgerufen, nachdem in Minneapolis ein Mensch bei einem Einsatz der Grenzschutzbehörde Border Patrol erschossen wurde. Blatter, der 2015 nach mehreren Skandalen als FIFA-Chef zurückgetreten war, kritisierte seinen Nachfolger Gianni Infantino in den vergangenen Jahren mehrfach. Die Weltmeisterschaft findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA statt, die das Turnier gemeinsam mit Mexiko ausrichten.