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Январь
2026

Deutschland gegen Kroatien: DHB-Team kämpft mit Sigurdsson ums Finale

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Bei der Handball-EM kämpft die deutsche Mannschaft um den Einzug ins Finale. Dabei trifft sie ausgerechnet auf einen alten Bekannten. Aus Silkeborg berichtet Nils Kögler Als Deutschlands Nationaltorwart Andreas Wolff vor dem Turnier auf die "Bad Boys" angesprochen wurde, rollte er nur mit den Augen. Die Vergleiche mit der DHB-Auswahl, mit der Wolff bei der Handball-EM 2016 den Titel gewann, nerven ihn mittlerweile. Lieber möchte Wolff mit der aktuellen Nationalmannschaft bei dieser EM eine neue Geschichte schreiben. Handball-EM 2026: So sehen Sie die Titelmission der DHB-Auswahl live Spielplan, Orte, Modus: Das Wichtigste zur Handball-EM der Männer in der Übersicht Nach dem Sieg gegen Titelverteidiger Frankreich und dem damit verbundenen Halbfinaleinzug sind Wolff und seine Mannschaft auch auf einem sehr guten Weg dahin. Doch in der Vorschlussrunde kommt es mit dem Gegner Kroatien zu einem Duell, das die Erinnerung an 2016 automatisch nochmal hochkommen lässt. Denn an der gegnerischen Seitenlinie wartet ausgerechnet der Titel-Trainer von 2016: Dagur Sigurdsson. "Bin Dagur für vieles dankbar" Einer, der sich deutlich lieber an die Zeit unter Sigurdsson erinnert als Wolff, ist Jannik Kohlbacher. Der Kreisläufer ist mit Wolff und Linksaußen Rune Dahmke einer von nur drei verbliebenen Nationalspielern, die Teil der Titelmannschaft von vor zehn Jahren waren. "Ich bin Dagur für vieles dankbar", sagte Kohlbacher am Donnerstag bei einem Pressetermin des DHB . "Ich durfte unter ihm mein erstes Länderspiel machen, mein erstes Turnier spielen und dann da gleich den Titel holen. Also habe ich sehr viele positive Erinnerungen." "Wir waren die Bad-Boy-Fraktion", nimmt Kohlbacher sogar den Spitznamen in den Mund, der seinen Zimmerkollegen im Teamhotel von Silkeborg noch zu Augenrollen veranlasste. "Er war sehr emotional und hat das auch vorgelebt", erinnert sich Kohlbacher an die Art des Ex-Nationaltrainers. Das Verhältnis zu Sigurdsson sei dabei auch heute noch gut: "Wenn man sich sieht, ist es sehr herzlich und dann ist auch das Gefühl wieder da", so der 30-Jährige. "Man hat immer ein Lächeln füreinander übrig." Es wird sich nichts gegönnt Doch die Marschroute für das Halbfinal-Duell gegen den Ex-Trainer formulierte Kohlbacher am Donnerstag ebenfalls deutlich: "Morgen wird es mir so gehen wie ihm: Er wird uns den Sieg nicht gönnen und wir ihm nicht. Von daher gibt es auch da wieder für 60 Minuten eine Pause der Freundschaft und dann hoffentlich unseren Einzug ins Finale", kündigte der Kreisläufer an. Das wird der aktuelle Bundestrainer Alfred Gíslason genauso sehen. Wie Sigurdsson ist auch er Isländer. "Wir kennen uns sehr gut schon seit sehr langer Zeit", sagte Gíslason über das Verhältnis zu seinem Konkurrenten. "Wir sind eine kleine Community in Island im Handball." Beide Trainer seien in ihren Ansprachen sehr emotional, gleichzeitig aber typisch isländisch auch in jeder Situation "kühl und cool im Kopf", sagte Kohlbacher, benannte dann aber auch einen Unterschied. "Alfred ist der größere Kommunikator von beiden und das muss schon was heißen", beurteilte Kohlbacher lächelnd die beiden eher wortkargen Isländer. "Dagur hatte seine Ansprachen, aber sonst relativ wenig. Man hat ihn außerhalb von Essen und Training wenig gesehen", erinnerte er sich. Gíslason komme hingegen häufiger mal in den Physioraum und spreche mit den Spielern dann auch über Zwischenmenschliches. "Er zieht sich dann einen von vielleicht 25 Kaffee am Tag, die er trinkt. Da hat er immer auch einen lockeren, coolen Spruch auf Lager, der im ganzen Physioraum für Schmunzeln sorgt. Das ist der kleine Unterschied." Insgesamt seien beide Trainer während der Tage aber hauptsächlich mit dem Videostudium befasst. Auch sportlich ein besonderes Duell Zu analysieren haben Sigurdsson und Gíslason auch vor dem Duell einiges. Denn auch sportlich steht das Halbfinale unter besonderen Vorzeichen. Unmittelbar vor Beginn der Europameisterschaft bestritten beide Mannschaften nämlich ihre letzten zwei Testspiele gegeneinander. Beide Male setzte sich Deutschland souverän durch (32:29, 33:27). "Das ist eine ungewöhnliche Konstellation, dass man vor dem Turnier schon zweimal gegeneinander gespielt hat", stellte auch Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton fest. "Ich glaube, dass es eher ein Vorteil für die Kroaten ist in diesem Fall", lautete sein etwas überraschendes Fazit. "Die Rollenverteilung ist relativ klar", holte er zu einer Begründung aus. Aufgrund der zwei Siege in der Vorbereitung orientiere sich die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit an der Frage "Wann findet eigentlich das Finale statt?". Doch Chatton warnte eindringlich: "Diese Mentalität hätte uns in den letzten Tagen nicht dahin gebracht, dass wir jetzt hier sitzen und über ein Halbfinale sprechen. Es hat uns stark gemacht, dass wir uns immer auf die nächste Aufgabe konzentriert haben, dass wir den Fokus behalten haben." Chatton: Kroaten "psychologisch klar im Vorteil" Chatton sieht die Kroaten "zumindest psychologisch klar im Vorteil". Für das DHB-Team gehe es darum, die Leistung fokussiert auf die Platte zu bringen. "Was passieren kann, wenn wir das nicht tun, haben wir in diesem Turnier schon einmal erlebt", erinnerte er nochmal an die überraschende Vorrunden-Niederlage gegen Serbien. "Deshalb gilt es, sich konzentriert vorzubereiten." Gerade was die Vorbereitung betrifft, kann jedoch auch Chatton nicht leugnen, dass die deutsche Mannschaft einen klaren Vorteil hat. Immerhin spielt sie seit Beginn der Vorrunde im dänischen Herning, wo nun auch die Endrunde steigt. Das DHB-Team konnte nach dem Hauptrundenabschluss gegen Frankreich am Mittwoch also den Ruhetag am Donnerstag voll zur Regeneration und Vorbereitung nutzen. Wutrede von Sigurdsson Ganz anders ihr Gegner: Kroatien absolvierte die Vor- und Hauptrunde noch im schwedischen Malmö. Dort musste der Vizeweltmeister seine letzten beiden Hauptrundenspiele am Dienstag und Mittwoch innerhalb von 22 Stunden ohne den eigentlich obligatorischen Tag Pause bestreiten. Am Donnerstag standen für die Kroaten dann die vierstündige Busfahrt nach Herning und ein verpflichtender Medientermin an, bevor am Freitag das Halbfinale steigt. Eine enorme Belastung, die Nationaltrainer Sigurdsson bei dem Medientermin am Donnerstag zu einer denkwürdigen Wutrede veranlasste , bei der er unter anderem die Organisation der EM als "absolute Schande" bezeichnete und die Europäische Handballföderation mit einer Fast-Food-Kette verglich, die sich nicht um die Qualität ihres Produkts schere, sondern einfach nur verkaufen wolle. Ob genau diese Wut im Bauch die Kroaten nochmal mehr motiviert? Die Deutschen werden es nicht hoffen. Denn auch so sind die Kroaten ein echter Angstgegner der DHB-Auswahl. In 19 Duellen triumphierte elfmal die Mannschaft vom Balkan, bei einem Remis und nur sieben deutschen Siegen. Auch das letzte EM-Duell in der Hauptrunde vor zwei Jahren ging mit 30:24 deutlich an Kroatien. Die DHB-Auswahl wird eine ähnlich komplette Leistung wie gegen Frankreich zeigen müssen, um diese Bilanz zu verbessern. Sonst droht Dagur Sigurdsson dieses Mal zu ihrem ganz persönlichen "Bad Boy" zu werden.



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