Cristiano Ronaldo verweigert Einsatz für Al-Nassr – Ärger wegen PIF
Cristiano Ronaldo fühlt sich in Saudi-Arabien offenbar so wohl, dass er im Sommer seinen Vertrag verlängert hat. Nun aber gibt es Ärger. Im Dezember 2022 erlebte Cristiano Ronaldo eine Reihe von Enttäuschungen: Bei seinem damaligen Klub Manchester United spielte er nur noch eine untergeordnete Rolle, mit Portugal scheiterte er bei der WM zudem im Viertelfinale – als Ersatzspieler. Völlig überraschend entschied sich der Superstar daher für einen Wechsel nach Saudi-Arabien. Bei Al-Nassr hat er sich seither nicht nur ein goldenes Näschen verdient, sondern anscheinend auch sein Glück wiedergefunden. Nun aber herrscht offenbar Unmut bei "CR7". Denn die portugiesische Sportzeitung "A Bola" berichtet, dass Cristiano Ronaldo einen Einsatz im Ligaspiel gegen Al-Riyadh am Montag verweigert. Anders als von saudischen Medien vermeldet, stecken dahinter aber keine gesundheitlichen Gründe. Demnach sei "CR7" unzufrieden über die Art und Weise, wie der saudische Staatsfonds Public Investment Fund of Saudi Arabia (PIF) Al-Nassr verwaltet. PIF verwaltet neben Al-Nassr auch die nationalen Topklubs Al-Ahli, Al-Hilal und Al-Ittihad. "A Bola" berichtet, dass sich Cristiano Ronaldo vor allem im Vergleich zu der Konkurrenz benachteiligt fühlt. Der Superstar ärgere sich über einen Mangel an Investitionen bei seinem Klub. Al-Nassr investierte im Sommer über 100 Millionen Euro Tatsächlich hat Al-Nassr im Winter mit der Verpflichtung des 21-jährigen Irakers Haydeer Abdulkareem erst einen Transfer getätigt. Al-Hilal hingegen investierte in dieser Transferperiode laut "transfermarkt.de" bereits 30 Millionen Euro in Neuzugänge, Al-Ahli zehn Millionen Euro. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Cristiano Ronaldos Klub dafür im Sommer kräftig zugelangt hat: Kingsley Coman kam für 25 Millionen Euro vom FC Bayern , der zuvor bereits von RB Leipzig geliehene Mohamed Simakan wurde für 35 Millionen Euro fest verpflichtet. Und João Félix kostete 30 Millionen Euro. Insgesamt investierte der Klub im Sommer über 100 Millionen Euro in neue Spieler. Cristiano Ronaldo ist indes nicht der Erste, der seinen Unmut über die nationalen Verhältnisse äußert. Auch sein Trainer, Jorge Jesus, hat sich kürzlich beschwert. Al-Nassr habe "nicht die politische Power wie Al-Hilal", ärgerte sich der Portugiese auf einer Pressekonferenz. Mehr als ein öffentliches Zeichen dürfte der Protest von "CR7" indes nicht sein: Erst im Sommer hat der Superstar seinen Vertrag bis 2027 verlängert.