Olympia 2026: "Verhalten entsetzlich" – Kritik an Jutta Leerdam
Die Olympischen Spiele werden vereinzelt auch von Sportlerinnen und Sportlern genutzt, um sich selbst zu inszenieren. Ein Fall löst in den Niederlanden eine Kontroverse aus. Wenn am Freitag um 20 Uhr die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo starten (im Liveticker bei t-online), steht Jutta Leerdam einmal mehr im Fokus. Wie schon vor vier Jahren in Peking gehört die 27-Jährige zu den bekanntesten Gesichtern der Spiele. Die Eisschnellläuferin aus den Niederlanden reiste jedoch nicht mit dem restlichen Oranje-Team, sondern im Privatjet in die Lombardei. An Bord: Deko und Törtchen mit der Aufschrift "Viel Erfolg, Jutta". Leerdam führt eine öffentliche Beziehung mit Influencer und Boxer Jake Paul (29). Der Amerikaner hatte im Dezember seinen Kampf gegen den Briten Anthony Joshua (36) verloren. Auf Instagram verfolgen rund fünf Millionen Menschen den Alltag der Niederländerin. Die Olympia-Zweite von Peking über 1000 Meter und siebenmalige Weltmeisterin stößt damit nicht überall auf Zustimmung. Winterspiele 2026: So sichern sich Fans noch Tickets Vor allem in den Medien wird ihr Auftreten kritisch gesehen. Johan Derksen (77), Ex-Journalist und früherer Fußballer unter anderem beim SV Meppen , fand in der TV-Sendung "Vandaag inside" deutliche Worte. Derksen sagte: "Sie sollte das von sich aus wollen. Sie lebt doch schon wie eine Millionärin, mit Privatjets und allem Drum und Dran." Und weiter: "Ich finde ihr Verhalten entsetzlich, wie das einer Diva. Aber sie ist nicht anders als die anderen Eisschnellläuferinnen, die Linienflüge nehmen. Ich finde das absolut lächerlich. Als Trainer hätte ich das nicht toleriert." Etwas differenzierter äußerte sich Valentijn Driessen (62) von der Tageszeitung "De Telegraaf". Driessen sagte: "Man sieht fast nur Jutta. Man könnte fast meinen, sie sei die einzige Vertreterin der Niederlande. Aber sie rückt den Eisschnelllauf definitiv auf die internationale Landkarte." "Das ist nicht besonders schlau" Innerhalb des Teams scheint Leerdam hingegen akzeptiert zu sein. Zuletzt hatte es Mitte 2024 Diskussionen gegeben, als sie sich von ihrem Team Jumbo-Visma trennte und zunächst allein weiter trainierte. Damals äußerte sich ihr Ex-Trainer Sven Kramer (39) kritisch zu ihrer Einstellung. Auch Joy Beune (26), die über die Mittelstrecken ihre erste Olympia-Medaille anstrebt und inzwischen im "Playboy" war, sagte damals: "Das ist nicht besonders schlau, allein zu trainieren." Inzwischen trainiert Leerdam nicht mehr allein. Sie arbeitet mit zwei männlichen Trainingspartnern, die den Sprung zu den Olympischen Spielen jedoch nicht geschafft haben.