Demokratie: Iranische Journalistin Alinejad bekommt Paulskirchenpreis
Masih Alinejad setzt sich selbst einem hohen Risiko aus. Sie sei eine "mutige Stimme der Hoffnung", sagte der Oberbürgermeister. Dafür wird sie ausgezeichnet.
Die iranisch-amerikanische Journalistin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad erhält den erstmals ausgelobten Europäischen Paulskirchenpreis. "Masih Alinejad ist das Gesicht und die mutige Stimme der Hoffnung für Millionen von Iranerinnen und Iranern in ihrer Heimat", sagte Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) laut Mitteilung. "Mit ihrer Arbeit setzt sie sich außerdem einem erheblichen persönlichen Risiko aus."
Alinejad wende sich seit Jahren mit großer Beharrlichkeit gegen Zwangsmaßnahmen im Iran, insbesondere gegen den Zwang zur Verschleierung und gegen die Einschränkungen von Frauen und Mädchen, hieß es zur Begründung. Die 48-Jährige könne sich überall nur mit umfassendem Personenschutz bewegen.
Alinejad widmet Preis den Menschen im Iran
"Ich möchte diesen prestigeträchtigen Preis den mutigen Frauen und Männern widmen, die für einen freien Iran kämpfen, wo die Demokratie sowie die Menschen- und Frauenrechte geachtet werden, und die ihr Leben für diese Werte geopfert haben", sagte die Journalistin laut Mitteilung.
Der Paulskirchenpreis richtet sich laut Stadt an Menschen, Organisationen und Gruppen, die sich in herausragender Weise für Demokratie, Freiheit und den Rechtsstaat einsetzen. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre vergeben und Alinejad am 31. März verliehen.
