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Altersvorsorgedepot 2027: Förderung, Steuern, Auszahlung einfach erklärt

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Ab 2027 soll das Altersvorsorgedepot die Riester-Rente ablösen. Wie Förderung, Steuervorteile und Auszahlung funktionieren und für wen es sich besonders lohnt. Mehr als 20 Jahre nach Einführung der Riester-Rente steht die private Altersvorsorge vor einem Neustart. Ab 2027 soll das sogenannte Altersvorsorgedepot kommen : ein staatlich gefördertes Depot, in dem Sparer ihr Geld am Kapitalmarkt anlegen können. Die Idee dahinter: weniger Bürokratie, mehr Renditechancen und eine Förderung, die einfacher funktioniert als bisher. Doch wie genau soll dieses neue Modell aussehen? Und was unterscheidet es von Riester oder einem normalen ETF-Sparplan ? t-online fasst die wichtigsten Antworten zusammen. Was ist das Altersvorsorgedepot? Das Altersvorsorgedepot ist der geplante Nachfolger der Riester-Rente. Statt klassischer Versicherungsprodukte mit starren Garantien soll künftig stärker am Kapitalmarkt investiert werden, etwa in Fonds und ETFs . Eine verpflichtende 100-Prozent-Beitragsgarantie wie bei vielen Riester-Verträgen ist nicht mehr vorgesehen. Das eröffnet höhere Renditechancen, bedeutet aber auch mehr Kursschwankungen . Wie bei Riester ist das System zweigeteilt: Es gibt eine Ansparphase während des Arbeitslebens und später eine Auszahlphase im Ruhestand. In der Ansparphase zahlen Sparer regelmäßig Geld ein und erhalten dafür staatliche Unterstützung. Im Alter wird das angesparte Kapital dann entweder schrittweise ausgezahlt oder in eine lebenslange Rente umgewandelt. Förderberechtigt sollen weiterhin alle sein, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, ebenso Beamte und vergleichbare Gruppen. Einen Ausschluss von Gutverdienern sieht der aktuelle Gesetzentwurf nicht vor. Der Start ist für den 1. Januar 2027 geplant. Wie funktioniert die staatliche Förderung? Kern des neuen Modells ist eine gestaffelte Zulage. Anders als bei Riester hängt die Förderung nicht vom Einkommen ab, sondern direkt davon, wie viel Geld tatsächlich eingezahlt wird: Für die ersten 1.200 Euro Einzahlung pro Jahr gibt es 30 Cent je Euro vom Staat. Das entspricht maximal 360 Euro. Für Einzahlungen zwischen 1.201 und 1.800 Euro kommen 20 Cent pro Euro hinzu. Insgesamt sind so bis zu 480 Euro Grundzulage pro Jahr möglich. Ab 2029 soll der Fördersatz für die ersten 1.200 Euro auf 35 Cent steigen. Bei der maximalen Einzahlung wären es dann 560 Euro Zulage. Zusätzlich gibt es eine Kinderzulage. Für jedes kindergeldberechtigte Kind werden 25 Cent pro eingezahltem Euro gewährt, maximal 300 Euro pro Kind und Jahr. Wer vor dem 25. Lebensjahr startet, erhält außerdem einmalig 200 Euro als Bonus. Bisherige Regelung: Diese Zulagen gibt es bei der Riester-Rente Der Mindestbeitrag liegt bei 120 Euro im Jahr. Mehr als 1.800 Euro dürfen zwar eingezahlt werden, dafür gibt es jedoch keine zusätzliche Förderung. Beispiele: Wer 1.800 Euro einzahlt und keine Kinder hat, erhält 480 Euro Zulage. Im Depot landen somit 2.280 Euro. Wer 1.200 Euro einzahlt und ein Kind hat, bekommt 360 Euro Grundzulage plus 300 Euro Kinderzulage – also insgesamt 1.860 Euro im Depot. Gibt es zusätzlich Steuervorteile? Ja. Neben den Zulagen können die eigenen Einzahlungen steuerlich geltend gemacht werden – bis zu 1.800 Euro pro Jahr. Die erhaltenen Zulagen dürfen zusätzlich berücksichtigt werden. Das Finanzamt führt automatisch eine sogenannte Günstigerprüfung durch. Dabei wird verglichen, ob die Steuerersparnis höher ist als die Zulagen. Ist das der Fall, wird die Differenz über den Steuerbescheid erstattet. Sind die Zulagen günstiger, bleibt es bei diesen. So kommt stets die Variante zum Tragen, die für Sie individuell günstiger ist. Ein wesentlicher Unterschied zu einem normalen ETF-Sparplan liegt in der Besteuerung während der Ansparphase: Gewinne im Altersvorsorgedepot sollen steuerfrei bleiben. Es fällt weder Abgeltungsteuer auf laufende Erträge noch die Vorabpauschale an. Auch Umschichtungen innerhalb des Depots sind steuerfrei möglich. Das verstärkt langfristig den Zinseszinseffekt. In der Auszahlphase gilt wie bei Riester die nachgelagerte Besteuerung. Die Auszahlungen werden im Alter mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Lesen Sie hier, wie die Steuervorteile bei der Riester-Förderung funktionieren. Was darf ins Altersvorsorgedepot und was nicht? Das Depot soll kein Spekulationskonto sein. Einzelaktien , Kryptowährungen oder Zertifikate sind nicht vorgesehen. Stattdessen sind vor allem breit gestreute Fonds und ETFs erlaubt. Zugelassen werden Fonds der Risikoklassen eins bis fünf (von insgesamt sieben), also Produkte mit moderatem bis erhöhtem Risiko. Auch bestimmte Anleihen von EU-Staaten oder deutschen Gebietskörperschaften sollen möglich sein. Jeder Anbieter muss zudem ein sogenanntes Standardprodukt anbieten. Dieses kombiniert einen risikoarmen mit einem chancenorientierten Fonds. Die jährlichen Effektivkosten dürfen dabei nach dem bisherigen Entwurf 1,5 Prozent nicht überschreiten. Gedacht ist das Angebot vor allem für Einsteiger, die sich nicht selbst um die Auswahl kümmern möchten. Wann kommt man an das Geld? Grundsätzlich können Sparer jederzeit auf ihr Depot zugreifen. Wer das Geld jedoch vorzeitig entnimmt, muss die erhaltenen Zulagen und etwaige Steuervorteile zurückzahlen. Die Gewinne bleiben erhalten, werden dann aber nachträglich besteuert. Regulär beginnt die Auszahlphase zwischen dem 65. und dem 70. Lebensjahr. Zu diesem Zeitpunkt sollen Sie einmalig bis zu 30 Prozent des angesparten Kapitals entnehmen können. Für die restliche Summe gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird Ihnen das Kapital in einem Auszahlplan mindestens bis zum 85. Lebensjahr schrittweise ausgezahlt oder es wird in eine lebenslange Rente umgewandelt. In beiden Fällen unterliegen die Auszahlungen der nachgelagerten Besteuerung. Das heißt, sie werden im Alter mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert, der häufig niedriger ist als während des Erwerbslebens. Welche Variante günstiger ist, hängt von der individuellen Lebenserwartung, dem Gesundheitszustand und den konkreten Vertragskonditionen ab – insbesondere vom sogenannten Rentenfaktor bei der lebenslangen Rente . Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen? Bestehende Riester-Verträge können Sie weiterführen. Ein Wechsel ins neue Altersvorsorgedepot soll möglich sein, ist jedoch freiwillig und endgültig. Neue Riester-Verträge sollen ab 2027 nicht mehr abgeschlossen werden können. Für manche Geringverdiener mit mehreren Kindern kann das alte Riester-System weiterhin günstiger sein , da dort die Kinderzulagen unabhängig von der Einzahlungshöhe gewährt werden. Ob sich ein Wechsel lohnt, hängt daher stark vom Einzelfall ab. Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot? Das neue Modell dürfte vor allem für Durchschnitts- und Gutverdiener interessant sein, die regelmäßig sparen und langfristig investieren. Wer ohnehin einen ETF-Sparplan nutzt, erhält hier zusätzliche staatliche Förderung und steuerliche Vorteile. Weniger profitieren könnten Personen mit sehr niedrigen Einzahlungen und mehreren Kindern, die im bisherigen Riester-System eine besonders hohe Förderquote erreichen. Ist das Altersvorsorgedepot besser als ein normaler ETF-Sparplan? Das hängt vom Blickwinkel ab. Ein klassisches Depot bietet maximale Flexibilität und keine Auszahlungsbeschränkungen. Dafür gibt es keine staatlichen Zulagen, und Erträge werden laufend besteuert. Das Altersvorsorgedepot bietet hingegen drei zentrale Vorteile: staatliche Zulagen, steuerfreie Ansparphase und steuerfreies Umschichten. Diese Kombination kann langfristig einen deutlichen Mehrwert schaffen. Vorausgesetzt, die Kosten der angebotenen Produkte bleiben moderat.



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