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Kindergeld in ETF investieren: So viel Vermögen entsteht bis zur Rente

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Wer das Kindergeld clever anlegt, kann damit ein Millionenvermögen aufbauen. Eine Rechnung des Vergleichsportals Verivox zeigt, wie stark der Zinseszinseffekt wirkt. Seit Jahresbeginn bekommen Familien in Deutschland mehr Kindergeld : Pro Kind überweist der Staat nun monatlich 259 Euro. Was nach einem überschaubaren Betrag klingt, kann über Jahrzehnte zu einem echten Vermögen anwachsen, wenn das Geld richtig angelegt wird. Eine Modellrechnung des Vergleichsportals Verivox zeigt: Wer das Kindergeld konsequent investiert, kann seinem Nachwuchs theoretisch sogar ein Millionenpolster ermöglichen. Kindergeld in ETF anlegen: Aus 259 Euro werden 139.000 Euro Das geht, wenn Eltern das monatliche Kindergeld vom ersten Lebensjahr an vollständig in einen ETF-Sparplan investieren . Bis zum 18. Geburtstag würden so insgesamt rund 70.800 Euro eingezahlt. Durch Rendite und Zinseszinseffekt würde das Depot in diesem Zeitraum jedoch deutlich stärker wachsen: Nach 18 Jahren läge das angesparte Vermögen bereits bei rund 139.000 Euro. Beim Verkauf käme allerdings weniger an, denn auf Gewinne fallen Steuern an . Verivox rechnet vor: Nach Abzug von Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag würden etwa 126.000 Euro übrig bleiben. Überblick: Das sind die Auszahltermine für Kindergeld 2026 Grundlage der Berechnung ist eine angenommene jährliche Rendite von 7,5 Prozent. Diese entspricht laut Verivox der historischen Durchschnittsrendite des Weltaktienindex MSCI World – abzüglich marktüblicher ETF-Kosten . Zudem wird berücksichtigt, dass das Kindergeld in den vergangenen 25 Jahren im Schnitt jährlich um 2,7 Prozent gestiegen ist. In der Modellrechnung erhöht sich deshalb auch der Sparbetrag jedes Jahr entsprechend. Zeit ist der entscheidende Hebel Besonders beeindruckend wird die Rechnung, wenn das Geld nach dem 18. Geburtstag nicht ausgegeben wird. Bleibt das Depot unangetastet, könnte es sich allein durch die Rendite über Jahrzehnte vervielfachen. Schon im Alter von 30 Jahren läge das Depot dann bei rund 331.000 Euro. Nach 50 Jahren wären es etwa 1,4 Millionen Euro. Bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren könnte das Vermögen sogar auf rund 4,8 Millionen Euro anwachsen. Selbst nach Abzug von Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag blieben den Berechnungen zufolge noch etwa 3,9 Millionen Euro. "Der Zinseszinseffekt entfaltet seine volle Kraft vor allem bei langen Anlagezeiträumen", sagt Verivox-Geschäftsführer Oliver Maier. "Wer früh beginnt, verschafft seinem Kind eine außergewöhnlich solide finanzielle Ausgangsbasis. Der Nachwuchs selbst muss dann nur noch so diszipliniert sein, das angelegte Geld unangetastet für sich arbeiten zu lassen." Millionär schon mit Mitte 40 Die Rechnung zeigt außerdem: Die Millionengrenze würde demnach bereits im Erwerbsleben überschritten. Verivox zufolge wäre es im Laufe des 46. Lebensjahres so weit. Vorausgesetzt, es wird kein Geld aus dem Depot entnommen. Wichtig: In der Realität läuft es an der Börse nicht gleichmäßig nach oben. Kurseinbrüche gehören dazu. Doch langfristig relativieren sich solche Schwankungen oft – und können im Rahmen eines Sparplans sogar nützlich sein, weil Sie dann fürs gleiche Geld mehr ETF-Anteile erhalten . "Zwischenzeitliche Krisen lassen sich bei einem Anlagehorizont von mehreren Jahrzehnten gut aussitzen", so Maier. "Die Vergangenheit zeigt, dass sich die Märkte nach Rücksetzern immer wieder erholt haben." Auch kleinere Beträge können viel bewirken Natürlich können nicht alle Familien das komplette Kindergeld investieren. Doch auch kleinere Summen können langfristig große Wirkung entfalten. Wer beispielsweise 100 Euro monatlich über 18 Jahre anlegt, könnte dem Kind mit 18 Jahren ein Depot von rund 44.500 Euro übergeben. Wird dieses Vermögen nicht angerührt, könnte daraus bis zur Rente ein Depotwert von rund 1,5 Millionen Euro entstehen. Steuervorteile mit Juniordepot nutzen Verivox empfiehlt, über ein sogenanntes Juniordepot nachzudenken . "Läuft der ETF-Sparplan auf den Namen des Kindes, lassen sich steuerliche Freibeträge nutzen. Wichtig ist, auf niedrige Kaufkosten und geringe Depotgebühren zu achten, damit möglichst viel vom Geld tatsächlich in die Rendite fließt", sagt Maier. Einen Schubs zum Aktiensparen will auch die Bundesregierung Familien geben. Mit der sogenannten Frühstart-Rente soll der Staat perspektivisch für jedes Schulkind 10 Euro pro Monat spendieren , um es am Kapitalmarkt anzulegen. Diese neue Form der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge soll rückwirkend ab 1. Januar 2026 gelten. Bisher haben sich Union und SPD aber nur auf die Eckpunkte des Vorhabens geeinigt.



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