Gil Ofarim stand wegen des Davidstern-Skandals im Zentrum massiver Berichterstattung. Welche Erklärungen er damals seinen Kindern gab, verrät er jetzt. Als 2021 wochenlang über ihn berichtet wurde, war Gil Ofarim aus den Schlagzeilen kaum wegzudenken. Wie er diese Zeit seinen Kindern erklärte, thematisiert er nun in der RTL+-Dokumentation "Der Fall Gil Ofarim". Nicht nur juristische Fragen bestimmten die vergangenen Jahre von Gil Ofarim, sondern auch sehr persönliche. Im Gespräch mit TV-Moderatorin Frauke Ludowig schildert der Musiker, wie er versuchte, seine Kinder vor den negativen Schlagzeilen rund um den sogenannten Davidstern-Skandal zu schützen. Zu Erinnerung: 2021 hatte Ofarim öffentlich in einem Instagram-Video behauptet, von einem Mitarbeiter eines Leipziger Hotels antisemitisch behandelt worden zu sein. Auch in darauffolgenden Interviews hielt der Musiker an den schweren Anschuldigungen fest, bis er 2023 dann in einem Verleumdungsprozess gegen ihn zugab, gelogen zu haben. Das Verfahren wurde gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt, ohne dass es zu einem Schuldspruch kam. Doch das öffentliche Interesse an seiner Person war nach wie vor groß. "Kinder sind die wahren Verlierer" Die Berichterstattung war damals allgegenwärtig, Zeitungen schrieben ausführlich über den Fall, sein Gesicht war an vielen Kiosken zu sehen. Bei einem gemeinsamen Spaziergang sei sein Sohn stehen geblieben. "Mein Sohn hat sich gefreut und gesagt: 'Papa, schau mal, da bist du überall!'", erinnert sich Ofarim. Weil seine Kinder zu diesem Zeitpunkt noch nicht lesen konnten, habe er ihnen erklärt, es handle sich um positive Meldungen über seine Musik. Heute blickt er anders auf diese Situation. "Da konnten sie noch nicht lesen. Jetzt können sie lesen. Aber was ist das Endergebnis davon? Du hast Kinder zu Hause, das sind die wahren Verlierer", sagt Ofarim in der Dokumentation.