Добавить новость
ru24.net
World News in German
Февраль
2026
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19
20
21
22
23
24
25
26
27
28

Polizei prüft Serientäter: Nach Einbruch bei Banken - Wie sicher ist ein Schließfach?

0
Stern 

Erst der Millionencoup in Gelsenkirchen, jetzt aufgebrochene Schließfächer in Wilhelmshaven und Stuhr: Wie sicher Wertsachen bei der Bank sind - und warum es sich lohnt, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Nach den jüngsten Einbrüchen bei Banken in Wilhelmshaven und Stuhr (Landkreis Diepholz) wächst die Unsicherheit. Sind in Niedersachsen Serientäter unterwegs? Eine Ermittlungsgruppe der Polizei geht dem Verdacht nach. "Die Kollegen klopfen mögliche Verbindungen ab", sagte ein Sprecher der Polizei. Auch ein Zusammenhang zu weiteren Fällen soll überprüft werden.

Die Ermittler vermuten, dass Profis am Werk sind. Sie verschafften sich in kürzester Zeit Zugang zum Tresorraum und knackten Schließfächer - 18 Fächer in Wilhelmshaven, 14 Fächer in Stuhr. Zeugen beobachteten drei Männer, von ihnen fehlt bisher jede Spur. Betroffene bangen um ihre Wertsachen. Was Experten Besitzern von Schließfächern jetzt raten.

Wie sicher ist es, Wertsachen in einem Schließfach bei der Bank zu lagern?

Noch vor einigen Monaten hätte Philipp Rehberg von der Verbraucherzentrale Niedersachsen im Brustton der Überzeugung mit "sehr sicher" geantwortet. "Nach den jüngsten Einbrüchen bin ich da etwas zurückhaltender, gehe aber auch weiter davon aus, dass Schließfächer eine grundsätzlich sichere Aufbewahrungsform sind."

Das sehen auch die Banken so. "Bankschließfächer zählen weiterhin zu den sichersten Aufbewahrungsorten für Wertgegenstände", betont etwa die Sparkasse. Die Fächer befänden sich in speziell gesicherten Tresorräumen oder Wertschutzschränken, die baulich, technisch und organisatorisch geschützt seien. Die Sicherheitsmaßnahmen schrecken viele Täter ab. "Einbrüche in Banktresore sind sehr selten."

Wie reagieren die Banken auf die Einbrüche?

Jede Bank hat ihr eigenes Sicherheitskonzept, abhängig von Standort, Bauweise und Umfeld. Die betroffenen Banken in Niedersachsen kündigten an, ihr Sicherheitskonzept zu überprüfen. 

Das geschehe ohnehin regelmäßig, teilte eine Sprecherin der Volksbank in Stuhr mit. "Vor dem Hintergrund dieses Einbruchs werden wir diese Überprüfung zeitlich vorziehen und sorgfältig analysieren, ob zusätzliche Anpassungen sinnvoll sind." Das bisherige Konzept entspreche den üblichen Standards.

Die Verbraucherzentrale und der Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft gehen nach eigenen Angaben davon aus, dass nach den jüngsten Einbrüchen auch andere Filialen ihr Sicherheitskonzept nachschärfen. 

Was sollten Besitzer eines Schließfachs beachten?

"Sicherheit ist ein wesentlicher Aspekt", betont Rehberg von der Verbraucherzentrale. Bevor Interessenten ein Schließfach anmieten, sollten sie sich über Lage der Schließfächer in der Bank informieren. Befinden sich die Schließfächer in einem gesonderten Tresorraum mit einer verschlossenen Stahltür? Welche Sicherheitsvorkehrungen und Alarmsysteme gibt es?

Wer ein Schließfach bei der Bank gemietet hat, sollte den Inhalt regelmäßig dokumentieren. "Es ist sinnvoll, bei jedem Öffnen Fotografien anzufertigen oder sogar eine vertrauenswürdige Person mitzunehmen, die den Inhalt bezeugen kann", schlägt Rehberg vor. Kaufbelege sollten getrennt aufbewahrt werden. Wenn es keine Belege gibt, könnten sich Echtheitszertifikate oder Wertgutachten lohnen. 

Wann lohnt sich eine Versicherung für das Bank-Schließfach?

"Viele Dinge sind nicht versicherbar, weil sie lediglich immateriellen Wert haben", meint Rehberg. Anders sei es bei Gold, Münzen, Schmuck oder Uhren. Doch Vorsicht: Wertsachen in einem Bank-Schließfach sind nicht automatisch versichert. Entscheidend sind die Regelungen im jeweiligen Vertrag für das Schließfach.

Die Volksbank in Stuhr informierte ihre Kunden erst wenige Wochen vor dem Einbruch, dass sie ihre Wertsachen künftig selbst versichern müssten. Wie viele Kunden daraufhin tätig wurden, gibt die Bank nicht an. "Dies unterliegt dem Bankgeheimnis und dem Datenschutz", sagte eine Sprecherin.

Wenn die Wertsachen über die Bank nicht abgesichert seien, könnten Kunden eine Hausrat- oder eine spezielle Schließfachversicherung abschließen. "Wir halten eine Versicherung für sinnvoll, wenn das Abhandenkommen für die Betroffenen nach ihrem eigenen Empfinden einen erheblichen wirtschaftlichen Verlust darstellen würde und eine gegebenenfalls als "Notgroschen" gebildete Rücklage nicht ausreicht, um Ersatz zu beschaffen", teilte die Verbraucherzentrale Niedersachen mit.

Versicherungsexperten empfehlen, den Versicherungsschutz regelmäßig zu überprüfen – insbesondere bei Gold, Uhren oder Sammlerstücken, deren Marktwert stark schwanken kann. 

Welche Alternativen gibt es zu einem Bank-Schließfach?

Philipp Rehberg rät, sich verschiedene Schließfächer anzuschauen. "Vergleichen ist sinnvoll. Es gibt auch spezielle, bankenunabhängige Schließfachanbieter."

Das Schließfach aus Sorge zu leeren und die Wertgegenstände stattdessen unverschlossen zu Hause zu lagern, sei keine gute Idee. "Es ist sicher nicht ratsam, Wertsachen zu Hause zu lagern, wenn in der eigenen Wohngegend oft eingebrochen wird", meint Rehberg. Viele bemühen sich, ihre Wertsachen daheim zu verstecken. "Ich fürchte nur, dass erfahrene Kriminelle diese Verstecke kennen und gezielt danach suchen."

Eine Alternative sei ein Tresor, meint der Experte der Verbraucherzentrale. Doch dieser müsste fest in der Wand oder im Boden verankert sein, damit ihn Einbrecher nicht einfach mitnehmen könnten. Das koste viel Geld.




Moscow.media
Частные объявления сегодня





Rss.plus
















Музыкальные новости




























Спорт в России и мире

Новости спорта


Новости тенниса