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Sepp Blatter: Ex-Fifa-Boss zieht über Nachfolger Infantino her

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Als Fifa-Boss war Joseph Blatter ähnlich umstritten wie der aktuelle Amtsinhaber Gianni Infantino. Das hält den Schweizer aber nicht davon ab, den Weltverband und seinen Nachfolger abermals scharf zu kritisieren. Schon wieder teilt Joseph Blatter gegen seinen Nachfolger aus. Der frühere Fifa-Präsident findet deutliche Worte für Gianni Infantino. Seinen Landsmann bezeichnete Blatter als selbstherrlich und unterwürfig. "Er regiert wie ein Sonnenkönig. Ich habe aus der Fifa gehört, dass er nicht begrüßt werden will, wenn er in der Fifa-Zentrale auftaucht, was selten der Fall ist. Weil ihn irgendwann jemand mit 'Bonjour, Monsieur Blatter' angesprochen haben soll", sagte Blatter der "Sport Bild". Illegale Sportwetten: Ex-Bundesligaprofi verzockt eine Million Euro Infantino schotte sich "total ab. Es darf auch niemand mit ihm Lift fahren", behauptet Blatter. "Aber der Fußball wird auch Infantino überleben". Erst vor wenigen Tagen war ein Interview mit Radio Canada erschienen, in dem Blatter vor allem Infantinos enge Verbindung zu US-Präsident Donald Trump kritisierte. Dessen Einmischung in die Planung der Fußball-WM im Sommer sei "das Schlimmste, was der Fifa passiert ist", sagte der mittlerweile 89-Jährige. Diese Kritik erneuerte er nun. Blatter nannte Infantinos Auftreten gegenüber Trump als "unterwürfig. Der Friedenspreis für Trump ist eine unverständliche Angelegenheit. Infantino biedert sich bei Trump an, weil er ihn braucht." Blatter: "Die Fifa ist eine Diktatur" Mit Blick auf die WM in den USA, Mexiko und Kanada im Sommer äußerte Blatter eine Vermutung: "Natürlich wird sich Trump inszenieren, das macht er doch jetzt schon! Dafür braucht er seinen neuen Freund, den Fifa-Präsidenten Gianni Infantino. Wobei der Ausdruck 'Komplize' besser passt als 'Freund'." Über den Zustand des Weltverbandes zeigte sich Blatter zudem empört: "Wer ist heute die Fifa? Sie besteht nur noch aus ihrem Präsidenten Infantino. Die Fifa ist eine Diktatur! Der Fifa-Rat mit fast 40 Personen hat nichts zu sagen." Blatter stand von 1998 bis 2015 selbst an der Spitze des Fußball-Weltverbandes, Infantino folgte ihm im Amt. Der Schweizer, der am 10. März 90 Jahre alt wird, war im Zuge von Korruptionsermittlungen abgetreten. Auch seine Amtsführung war hochumstritten.



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