Biathlon-Legende Laura Dahlmeier: Park trägt jetzt ihren Namen
Garmisch-Partenkirchen hat seinen Kurpark in Laura-Dahlmeier-Park umbenannt. Die Feier wurde hoch emotional.
Hunderte Kerzen flackerten im Schnee, als Garmisch-Partenkirchen am Freitagabend (27. Februar) Abschied und Anfang zugleich feierte. Der Kurpark der oberbayerischen Marktgemeinde heißt ab sofort Laura-Dahlmeier-Park - benannt nach der Biathlon-Olympiasiegerin, die am 28. Juli 2025 bei einer Bergtour im Karakorum-Gebirge in Pakistan tödlich verunglückte. Sie wurde nur 31 Jahre alt. Ihr Leichnam wurde nicht geborgen - so hatte Dahlmeier es zu Lebzeiten selbst verfügt.
Wie der "Kreisbote" berichtet, kamen um 18:30 Uhr mehrere hundert Menschen zusammen, um die feierliche Einweihung mitzuerleben. Neben Dahlmeiers Familie waren Freunde, Mitglieder des SC Partenkirchen sowie Kameraden der Bergwacht gekommen. Die Musikkapelle Partenkirchen eröffnete den Abend musikalisch, durch das Programm führte der Sportjournalist Taufig Khalil, wie die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen vorab mitgeteilt hatte.
"Sie hat die Weite gesucht - nicht die Bühne"
Die Erste Bürgermeisterin Elisabeth Koch enthüllte gemeinsam mit Michael Maurer, dem Präsidenten des SC Partenkirchen, die neu gestalteten Eingangstafeln des Parks. Für Koch war die Wahl des Ortes bewusst getroffen: "Ein Stadion wäre naheliegend gewesen. Eine Sportstätte vielleicht. Aber: Sie hat die Weite gesucht und die Ruhe - sicher nicht die Bühne", sagte sie laut dem lokalen Nachrichtenportal.
Dahlmeiers Mutter Susi zeigte sich tief berührt: "Ich empfinde es als große Ehre, dass die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen den Park nun praktisch der Laura widmet. Das ist eine unheimlich schöne Geste." Auch Maurer fand klare Worte: "Sie fehlt in erster Linie natürlich ihrer Familie, ihren Freunden, ihren Sport- und Bergkameraden, ihren zahlreichen Fans, ihren Kollegen. Auf den Punkt gebracht: Ein Großteil der Bevölkerung vermisst die Laura." Die Biathlon-Übertragungen im ZDF seien ohne sie als Expertin nicht mehr dasselbe, ergänzte er dem Bericht zufolge.
Gebetsfahnen und eine Tafel voller Poesie
Wer den Laura-Dahlmeier-Park künftig betritt, findet dort neben einem Foto und Gebetsfahnen auch eine Gedenktafel mit poetischen Zeilen. Darauf steht unter anderem: "Ein Kind betritt die Welt mit einem Traum. Mut und Hingabe lassen diesen Traum lebendig werden." Das gestalterische Konzept erläuterte Architekt Eberhard Steinert bei der Zeremonie. Ein Videobeitrag des Deutschen Skiverbandes gab zudem Raum für Erinnerung, gefolgt von einer gemeinsamen Gedenkminute.
Den bewegendsten Moment des Abends lieferten allerdings die Jüngsten: Kinder des Ski-Clubs entzündeten gemeinsam Kerzen entlang einer symbolischen Loipenspur im Park - musikalisch begleitet von der Musikkapelle.
