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Trotz Mordanklage: Mann gewinnt Sheriff-Vorwahl in den USA

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Ein wegen Mordes angeklagter Mann will im US-Bundesstaat Arkansas die Polizei eines Countys leiten. Eine Vorwahl hat er bereits gewonnen. Wer in den USA zum Sheriff gewählt werden will, sollte sich mit Verbrechen auskennen. Im Falle von Aaron Spencer trifft das auf ungewöhnliche Weise zu. Zwar hat er bei den Vorwahlen der Republikaner für die Wahl zum Sheriff die Nominierung mit 53,5 Prozent gewonnen und Amtsinhaber John Staley hinter sich gelassen. Sicher ist ihm sein neuer Job in dem konservativen County Lonoke aber nicht. Denn er könnte bald im Gefängnis sitzen. Ihm wird Mord vorgeworfen. Das Verfahren gegen ihn dürfte laut dem US-Sender CNN noch vor den Wahlen zum Sheriff im November stattfinden, ein genauer Termin steht noch nicht fest. Spencer soll laut Anklage im Oktober 2024 einen 67-jährigen Mann erschossen haben. Der Mann war gegen Kaution freigelassen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, Spencers damals 13-jährige Tochter mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Tochter vermisst und in Auto des Opfers gefunden Spencer sagte, er habe am 8. Oktober 2024 nach Mitternacht festgestellt, dass seine Tochter aus ihrem Zimmer verschwunden war. Er sei in seinen Truck gesprungen und habe die Straßen in der Umgebung abgesucht, bis er sie mit dem späteren mutmaßlichen Opfer in einem Fahrzeug entdeckt habe. Nach einer Auseinandersetzung habe er auf den Mann geschossen. Das mutmaßliche Opfer war gegen eine Kaution in Höhe von 50.000 Dollar freigelassen worden und durfte bis zum Prozess keinen Kontakt zu Spencers Tochter aufnehmen. Spencer argumentierte, dass dieser Betrag für jemanden, der wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs angeklagt ist, zu niedrig sei. "Getan, was jeder gute Vater tun würde" Der Bewerber um das Sheriff-Amt gab zu, den Mann erschossen zu haben, plädierte aber auf nicht schuldig. In einem Interview mit CNN sagte er im Februar, dass er getan habe, "was jeder gute Vater tun würde". Er habe nicht ruhig dasitzen und nichts tun können. Im Herbst erregte er Aufsehen, als er sich dann um das Sheriffs-Amt bewarb. "Lonoke County hat gestern Abend eine klare Botschaft gesendet, und wir stehen erst am Anfang", sagte Spencer am Mittwoch in einer Erklärung auf Facebook. "Ich kandidiere, um die Rechenschaftspflicht und Integrität des Sheriff-Büros wiederherzustellen, und die Menschen in diesem County haben gerade gezeigt, dass sie dasselbe wollen." Nach seiner Verhaftung gab es mehrere Petitionen, die Spencers Freilassung fordern. Es führte laut CNN auch zu Diskussionen darüber, welche Rechte Eltern haben, um ihre Kinder zu beschützen.



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