Leichtathletik: Sprintstar Kerley nach Doping-Verstößen zwei Jahre gesperrt
Der frühere 100-Meter-Weltmeister Fred Kerley fehlt dreimal bei Dopingkontrollen – und wird lange gesperrt. Er hatte bereits ein neues Ziel ins Auge gefasst, das die Sportwelt spaltet. Die unabhängige Integritätskommission (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes hat den früheren 100-Meter-Weltmeister Fred Kerley wegen Meldeverstößen für zwei Jahre gesperrt. Der 30-Jährige hatte dreimal nicht für Dopingkontrollen zur Verfügung gestanden. Die Sperre läuft bis zum 11. August 2027. Bereits seit dem 12. August des Vorjahres war Kerley suspendiert. Die AIU erklärte, er habe sich nachlässig und zu einem gewissen Maß sorglos verhalten. Bei seiner Suspendierung hatte Kerley widersprochen: Er habe weder fahrlässig gehandelt, noch habe der Anti-Doping-Beauftragte alles dafür getan, um ihn an seinem angegebenen Aufenthaltsort ausfindig zu machen. Abseits der Leichtathletik nahm die Polizei Kerley im vergangenen Jahr zweimal fest. Für die Enhanced Games im Mai in Las Vegas hat er sich dennoch angemeldet – als erster Leichtathlet und erster amerikanischer Mann überhaupt. Bei dem umstrittenen Event sollen Weltrekorde auch mithilfe von Dopingmitteln aufgestellt werden. In seiner Karriere gewann Kerley dreimal WM-Gold: zweimal mit der Staffel sowie 2022 in Eugene über die 100 Meter. Bei Olympia 2021 in Tokio holte er Silber, in Paris 2024 Bronze.