Fall Fabian aus Güstrow: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
Der Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Mecklenburg-Vorpommern hat Deutschland bewegt. Jetzt haben die Ermittler Anklage erhoben. Im Fall des vor über fünf Monaten getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Verdächtige erhoben. Das teilte die Behörde am Montagvormittag mit. Es bestehe der "Verdacht des heimtückischen Mordes", die Beschuldigte habe "aus niedrigen Beweggründen gehandelt", so die Staatsanwaltschaft. Die ersten Anzeichen: Wetter im März – Großwetterlage stellt sich um Der Brennpunkt im Mittelmeer : Unter der Caldera braut sich etwas zusammen Bei der Beschuldigten soll es sich um die Ex-Freundin von Fabians Vater, Gina H., handeln. Nach bisherigen Ermittlungen soll sich die nun Angeklagte am Morgen des 10. Oktober 2025 zu der Wohnung in Güstrow begeben haben, in der Fabian mit seiner Mutter lebte. Dort soll sie den "ihr gut bekannten" Jungen unter einem Vorwand aus dem Haus gelockt haben. Mordfall Fabian: Ermittler enthüllen Details Anschließend, so die Staatsanwaltschaft, habe sie den Jungen mit ihrem Auto zu einem Feldstück in der Nähe des rund 15 Kilometer entfernten Klein Upahl gefahren und sei mit ihm zu einem verdeckt liegenden Teich gelaufen. "Dort soll sie den Jungen, wie von ihr alleine geplant und durchgeführt, mittels mindestens sechs Messerstiche im Bereich des Oberkörpers getötet haben", teilten die Ermittler mit. Um die Spuren der Tat zu beseitigen, soll die Beschuldigte den Leichnam mittels Brandbeschleuniger angezündet haben. Der Fall Fabian erregte im Herbst vergangenen Jahres bundesweite Aufmerksamkeit. Der kleine Junge war am 10. Oktober zunächst spurlos verschwunden, nachdem er wegen Unwohlseins nicht zur Schule gegangen war. Vier Tage später wurde seine Leiche an einem Tümpel bei Klein Upahl entdeckt. Am 6. November wurde Gina. H., die Ex-Freundin des Vaters, wegen dringenden Mordverdachts festgenommen. Sie kam in Untersuchungshaft. Gina H. hatte angegeben, die Leiche des Jungen bei einem Spaziergang zufällig entdeckt zu haben. Im Gespräch mit dem "Nordkurier" bestritt sie daraufhin, etwas mit dem Tod Fabians zu tun zu haben. Nach t-online-Informationen hingegen sollen sich zwei Männer bei der Polizei gemeldet und angegeben haben, von Gina H. zu Fabians Leiche geführt worden zu sein – und zwar bereits vor dem offiziellen Auffinden am 14. Oktober. Fall Fabian: Tatwaffe bislang nicht gefunden Nach bisherigen Angaben der Staatsanwaltschaft und des Anwalts von Gina H. wurde die Tatwaffe bislang nicht gefunden. Christine Habetha, die Anwältin von Fabians Mutter, hatte t-online noch vor der Anklageerhebung gesagt, ihre Mandantin verfolge die Ermittlungen "mit großer Betroffenheit". Sie hoffe auf eine lebenslange Verurteilung wegen Mordes. Die Anklageschrift liegt nun beim Landgericht Rostock , das über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden muss. Wann ein Prozess beginnen könnte, steht noch nicht fest. Bei einer Verurteilung droht Gina H., für die die Unschuldsvermutung gilt, eine lebenslange Freiheitsstrafe.