Demonstrationen: 3.000 Menschen bei Demos in Frankfurt
Von Frauenrechten bis Palästina: In Frankfurt gehen rund 3.000 Menschen für ihre Anliegen auf die Straße. Was hinter den vielen Protesten steckt.
Im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran sind mehrere Gruppen in Frankfurt mit unterschiedlichen Anliegen auf die Straße gegangen. Insgesamt nahmen nach Polizeiangaben rund 3.000 Menschen an Demonstrationen teil, wie die Polizei nach dem Ende aller Aufzüge am Abend mitteilte.
Getrennte Demozüge in Frankfurt
Im Kern verliefen die Demozüge friedlich und weitgehend störungsfrei. Eine Versammlung wurde laut Polizei aufgelöst, weil Teilnehmende antisemitische Parolen skandierten und auch nach Aufforderung der Polizei nicht damit aufhörten. Gegen zwei Menschen wurden deswegen Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Die Polizei hatte sich darauf eingestellt, dass bei den unterschiedlichen Demos konträre Ansichten und ein hoher Emotionalisierungsgrad aufeinandertreffen könnten. Die Beamten hatten insgesamt 15 Lagen gleichzeitig im Blick. Bei Störungen schritten sie von Anfang an offensiv ein.
Auch Innenminister verschafft sich Bild von Lage
Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) verschaffte sich am Nachmittag vor Ort einen persönlichen Eindruck von der Einsatzlage. "Unsere Polizei sorgt gerade an einem solchen Tag dafür, dass der Rechtsstaat zur Geltung gebracht wird. Wir dürfen keine gewalttätigen Eskalationen und keine antisemitische Hetze auf unseren Straßen zulassen", sagte er.
Die anhaltende Eskalation im Nahen Osten bedeute eine Erhöhung der abstrakten Gefährdungslage auch hierzulande. "Es bleibt aber auch dabei, dass es keine konkrete Gefahr gibt. Es liegen bis zum heutigen Tag keine konkreten Hinweise auf geplante Anschläge oder Angriffe bei uns vor", sagte Poseck.
An einer Demonstration "für Freiheit und Demokratie im Iran" nahmen zunächst 450 Menschen teil, wie die Polizei mitteilte. Zu einem weiteren Demozug hatte ein "Solidaritätskomitee mit dem Widerstand des iranischen Volkes" aufgerufen. Zudem gab es eine Kundgebung zur Solidarität mit der Frauenbewegung im Iran. Es gab unter anderem auch eine Demo für Solidarität mit Palästina und dem Iran.
