Bundesliga: Bremen unterliegt Mainz und steckt im Tabellenkeller fest
Werder Bremen bleibt durch die Niederlage gegen Mainz im Tabellenkeller stecken. Die Gegentore fallen jeweils früh, doch eine Reaktion bleibt aus. Die Miniserie ist gerissen: Nach zwei Siegen in Folge hat Werder Bremen sein Heimspiel gegen ein effektives Mainz 05 am Sonntagnachmittag mit 0:2 (0:1) verloren. Bereits nach fünf Minuten brachte Paul Nebel die Gastgeber in Führung. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Jae-Sung Lee (52. Minute) für die Nullfünfer. Bei Bremen wurde wieder einmal die Offensivschwäche deutlich. Lediglich ein Kopfball an die Latte von Leonardo Bittencourt (8.) und ein Schuss von Marco Grüll (48.) waren echte Chancen, um zu einem Treffer zu kommen. Hinzu kam, dass die Mainzer eine starke und konzentrierte Defensivleistung zeigten. Damit bleibt Werder auf Rang 15, nur einen Punkt vor St. Pauli auf Relegationsplatz 16. Am kommenden Samstag geht es im nächsten Abstiegsduell gegen den Vorletzten Wolfsburg. Mainz hingegen hat durch den Erfolg drei Punkte Vorsprung auf Rang 16. So lief das Spiel Werder konnte zu keiner Zeit an die gute Leistung aus dem Union-Spiel anknüpfen. In Niklas Stark und Senne Lynen fielen zwei Spieler kurzfristig aus, sodass Trainer Daniel Thioune zu Umstellungen gezwungen war. Und die Änderungen taten dem Spiel der Gastgeber nicht gut. In der kompletten ersten Halbzeit fehlte es den Aktionen der Grün-Weißen an Tempo und Esprit. Das Mittelfeld mit Leonardo Bittencourt, Jens Stage und Cameron Puerta harmonierte überhaupt nicht. So hatten es die Mainzer leicht, die frühe Führung zu verwalten. Schon beim Gegentreffer hatte sich Werder extrem schläfrig präsentiert. Nach einem Einwurf konnte Phillipp Mwene unbedrängt flanken, in der Mitte kam Nebel frei zum Kopfball und brachte die Gäste in Führung. Die Bremer Spieler waren vor dem Einwurf offenbar noch mit einer auf den Platz geflogenen Möwe beschäftigt. Danach schnappten sich die Mainzer ein Trikot des verletzt fehlenden Silas und liefen geschlossen zur Mainzer Fankurve. Der Angreifer hatte sich beim 0:0 in der Conference League in Olmütz das Schien- und Wadenbein gebrochen. Nach dem Seitenwechsel kamen die Bremer zunächst etwas schwungvoller aus der Kabine und hatten durch Marco Grüll eine gute Chance zum Ausgleich (48.). Doch nur wenig später präsentierte sich die Bremer Abwehr wieder im Tiefschlaf. Nach einer Hereingabe von Sheraldo Becker stocherte Lee den Ball in der Mitte über die Torlinie. Werder fiel auch in der Folgezeit nicht viel ein. Den Mainzern reichte eine solide Leistung, um den Vorsprung in einem ganz schwachen Bundesliga-Spiel über die Zeit zu bringen.