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Lost Place bei Köln: Geisterautobahn ist Relikt einer vergangenen Zeit

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Hinter Bäumen und Sträuchern versteckt liegt die alte A4 zwischen Köln und Aachen. Sie erzählt eine beeindruckende Geschichte. Wo früher Zehntausende Autos am Tag entlangfuhren, herrscht nun vor allem eines: Stille. Lange Zeit war die A4 zwischen Köln und Aachen eine der wichtigsten Autobahnverbindungen in Nordrhein-Westfalen, seit mehr als zehn Jahren ist aber kein einziges Auto mehr über den Asphalt gerollt. Denn der Abschnitt im Rheinischen Revier ist mittlerweile zur Geisterautobahn geworden. Leitplanken, Fahrspuren und sogar Autobahnbrücken erinnern noch heute an den einstigen A4-Abschnitt, ein Großteil ist mittlerweile allerdings von der Wildnis überwuchert. Einige Teile sind zudem zu einem Solarpark umfunktioniert worden. Und einige Teile sind mittlerweile im Tagebau Hambach verschwunden . Für ihn musste die Autobahn ursprünglich weichen. Lost Place bei Köln: Geisterautobahn A4 versinkt im Tagebau Hambach Seit 2014 ist der neue A4-Abschnitt zwischen Köln und Aachen befahrbar, er zieht sich gerade durch die Landschaft und am Tagebau vorbei. Die neue Trasse wurde nur zwei Kilometer südlich der ursprünglichen A4 gebaut. Seit den 1960er-Jahren wurde sie von Autofahrern genutzt, mittlerweile ist das Fahren auf der stillgelegten Strecke streng verboten. Der Neubau der A4 war lange geplant, denn für den Kohletagebau mussten nicht nur Dörfer und Gemeinden, sondern auch ganze Autobahnabschnitte umgesiedelt werden. Aus der Luft ist der alte Autobahnabschnitt teilweise zwischen Waldstücken und Sträuchern klar zu erkennen – bevor die A4 abrupt an der Abbruchkante des Tagebaus Hambach endet. Ehemaliges Braunkohleabbaugebiet: Gigantischer See in NRW: RWE gibt Startschuss für Mega-Projekt Ursprünglich war der betroffene Autobahnabschnitt mehr als 15 Kilometer lang, der Neubau hat eine Länge von etwas mehr als 17 Kilometern. Die Ausfahrt Kerpen-Buir verschwand durch die Verlegung des Autobahnabschnitts dagegen vollkommen aus dem deutschen Autobahnnetz. Markant für den neuen Streckenabschnitt ist die "Allee Bäume des Jahres", an der zahlreiche Bäume gepflanzt worden sind . Verlassene Autobahn bei Köln: Leitplanken erinnern an Vergangenheit Wer heute noch einen Blick auf die alte Autobahn erhaschen möchte, nutzt dafür am besten eine der noch bestehenden Autobahnüberführungen. Diese sind von Niederzier, Arnoldsweiler oder auch Elsdorf erreichbar. Wer mit dem Auto anreist, sollte dies allerdings früher und auf keinen Fall auf den Brücken abstellen. Stattdessen wird eine Anreise zu Fuß empfohlen, da auf den Brücken sonst Unfallgefahr besteht. Von Köln aus liegt die alte A4-Trasse nur rund eine halbe Stunde entfernt und ist über den neuen Autobahnabschnitt über die Anschlussstellen Merzenich und Elsdorf erreichbar.



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