Добавить новость
ru24.net
World News in German
Март
2026
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27
28
29
30
31

Iran-Krieg: Wird Mohammad Bagher Ghalibaf der neue starke Mann?

0
Er droht den USA und Israel und lehnt Verhandlungen ab. Der iranische Parlamentssprecher Bagher Ghalibaf meldet sich auffällig oft zu Wort. Im Iran könnte es zu einer Machtverlagerung kommen. Von Modschtaba Chamenei, dem obersten Religionsführer, ist seit Amtsantritt nichts zu sehen. Gerüchte, er sei verletzt worden, halten sich hartnäckig. Dafür tritt Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf immer häufiger in Erscheinung. Zuletzt wies er ein Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zurück. Bagher Ghalibaf ist einer der mächtigsten Männer im Iran. US-Medien berichten, er könne von Donald Trump als Verhandlungspartner akzeptiert werden. Dafür spricht, dass er nicht aus dem klerikalen Zirkel der Mullahs kommt, sondern aus dem Militär. Er trat in den 1980er Jahren der Revolutionsgarde bei, wurde Pilot und befehligte 1997 bereits das Luft- und Raumfahrtkorps im Iran. Im Jahr 2000 wurde er Polizeichef der Hauptstadt. Er gehörte zu jenen, die 1999 mit eigenen Maßnahmen drohten, sollte Präsident Mohammad Chatami die damaligen Demonstrationen nicht in den Griff bekommen. Krieg im Nahen Osten: Alle aktuellen Meldungen Trumps "finaler Schlag"? Im Iran droht die nächste Eskalation Dann wechselte er in die Politik. Er bewarb sich 2005 und auch später noch um die Präsidentschaft, scheiterte aber. Stattdessen wurde Bagher Ghalibaf Bürgermeister von Teheran. Dort konnte er sich in den zwölf Jahren seiner Amtszeit ein Netzwerk an Kontakten zur iranischen Führung aufbauen. Im Mai 2020 wurde er dann Sprecher des iranischen Parlaments. Drohungen gegen die USA und Israel Nach außen hin gibt er sich als Hardliner. Er kritisiert auf der Plattform X die USA und Israel , droht den Golfstaaten und verbreitet ähnliche Aussagen der im Iran mächtigen Revolutionsgarden. Verhandlungen mit den USA gebe es nicht, schrieb er. Und dennoch hält US-Präsident Donald Trump daran fest, dass es Kontakte gibt. Diese, so schätzte am Wochenanfang der ehemalige CIA-Direktor John Brennan ein, dürfte aber eher über Unterhändler in der Türkei oder Ägypten laufen . Für eine Rolle bei möglichen Verhandlungen spricht auch, dass Pakistan sich offenbar für Bagher Ghalibaf eingesetzt hat. Die Regierung in Islamabad soll Israel gebeten haben, ihn und den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi von der Liste der iranischen Führer zu nehmen, die getötet werden sollen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Es soll sogar Gespräche zwischen dem pakistanischen Armeechef Syed Asim Munir und Ghalibaf gegeben haben, berichtet die "New York Times". Der 64-jährige Bagher Ghalibaf war vom getöteten Ajatollah Ali Chamenei als faktische Nummer Zwei eingesetzt worden, berichtet die "New York Times", und war mit der Führung der Truppen im Krieg beauftragt worden. Seine Nähe zu Chamenei und den Revolutionsgarden deutet auf eine eher konservative Haltung hin. Als Bürgermeister ließ er einst sogar Werke westlicher Künstler in Teheran auf großen Plakatwänden aufhängen, was laut "New York Times" Beobachter vermuten ließ, er wolle sich als "moderner Kosmopolit" darstellen. Teil eines Verhandlungsteams? Formal dürfte es der Parlamentschef kaum weiter nach oben schaffen. Die nach Ali Larijanis Tod frei gewordene Stelle des Sekretärs des Obersten Nationalen Sicherheitsrats wurde mit einem weiteren Hardliner des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), Mohammad Bagher Zolghadr, besetzt. Damit kann Bagher Ghalibaf kurzfristig zwar nicht zum formellen Staatschef des Iran werden, aber durchaus wichtiger Teil eines Führungsteams, das zumindest Gespräche vorbereiten könnte. Wenn Donald Trump verhandeln will, dann wird er spätestens bei Spitzengesprächen einen Partner benötigen, der im Iran Rückhalt hat, sich aber auch international behaupten kann. "Ghalibafs Image ist vielmehr das eines starken Mannes – möglicherweise die Eigenschaft, die Trump an einem Menschen am meisten anspricht", schreibt der britische "The Guardian" über ihn. Ob die Äußerungen des Parlamentschefs wie "wir sind der Ansicht, dass wir dem Angreifer einen Schlag ins Gesicht versetzen müssen, damit er seine Lektion lernt und nie wieder auch nur daran denkt, unseren geliebten Iran anzugreifen", zur Kriegspropaganda gehören, wird sich zeigen. Trump hat schon mal sein Ultimatum bis zum 6. April verlängert.



Moscow.media
Частные объявления сегодня





Rss.plus
















Музыкальные новости




























Спорт в России и мире

Новости спорта


Новости тенниса