WM 2026 in den USA: Preisschock in Boston für Zugtickets zum Stadion
Für Tickets bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko müssen Fans hohe Preise bezahlen. Doch das sind nicht die einzigen Kosten auf dem Weg zum Stadion. Das Verkehrsunternehmen der WM-Gastgeberstadt Boston plant wohl, die Kosten für ein Zugticket von der Innenstadt bis zur Spielstätte um das Vierfache zu erhöhen. Das berichtet das Portal "The Athletic" und beruft sich auf interne Quellen. Somit soll ein Zugticket für die Hin- und Rückfahrt mit der Massachusetts Bay Transportation Authority (MBTA) mindestens 75 US-Dollar (umgerechnet circa 65 Euro) kosten. Zwischen der Innenstadt Bostons und dem Stadion liegen rund 43 Kilometer. Laut "The Athletic" soll diese Preisänderung am 8. April verkündet werden. Finalkarten für 143.750 Dollar: Fans verklagen Fifa wegen WM-Ticketpreisen Sechsstelliger Betrag: Für WM-Tickets: Fan muss sein Haus verkaufen Normalerweise würden Zuschauer 20 US-Dollar (rund 17 Euro) pro Person für ein Ticket vom Stadtzentrum bis ins Stadion zahlen, in dem auch American-Football-Spiele, Fußballspiele und Konzerte stattfinden. Bereits beim Test-Länderspiel zwischen Brasilien und Frankreich (1:2) am gestrigen Donnerstag erhöhte sich der Preis für Zugtickets auf 30 US-Dollar. Während der WM-Endrunde finden sieben Spiele im Stadion statt, das Platz für 65.000 Zuschauer bietet. Die MBTA teilte auf Anfrage von "The Atheltic" lediglich mit, dass man den Bahnhof für 35 Millionen US-Dollar modernisiert habe, um ihn barrierefrei zu gestalten und erwartet, pro Spiel rund 20.000 Fans zu und von jedem Spiel zu befördern. Laut Quellen von "The Athletic", die sich dazu nicht öffentlich äußern dürfen, will die MTBA mit den erhöhten Ticketpreisen die Umbaukosten decken. Kosten für Stadionbesuch bei der WM drohen zu explodieren Ronan Evain, Geschäftsführer der Fanvereinigung Football Supporters Europe (FSE), kritisiert die Preise im Gespräch mit "The Athletic". Er sagte: "Sie sind ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr die FIFA die Kontrolle über ihr eigenes Turnier verloren hat und es ihr nicht einmal gelingt, den Gästefans die grundlegendsten Serviceleistungen zu bieten." Er beschuldigte die WM-Organisatoren zudem, den Fans nur das Geld aus der Tasche ziehen zu wollen. "Und da weitere Kosten – etwa für Essen und Getränke in den Fifa-Stadien – noch immer unbekannt sind, bestehen ernsthafte Bedenken, wie weit dieses Turnier noch gehen kann." Derart hohe Kosten für öffentliche Transportmittel würden zudem die Klimamaßnahmen der Fifa verhöhnen. Gegen die generell hohen Ticketpreise hatten Evian und Euroconsumers bereits zu Wochenbeginn bei der Europäischen Kommission eine formelle Beschwerde eingereicht. Die günstigsten frei verfügbaren Tickets für das Finale sollen bei etwa 3850 Euro liegen.