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Komödie startet am 1. April: Netflix ist auf den Hund gekommen: "Eat Pray Bark – Therapie auf vier Pfoten" mit Devid Striesow

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In der deutschen Netflix-Komödie "Eat Pray Bark – Therapie auf vier Pfoten" (Netflix, 1. April) wollen Hundebesitzer schwierige Vierbeiner bei einem Charisma-Trainer im Zillertal in den Griff kriegen. Dabei spiegeln die Neurosen der Tiere vor allem jene der Frauchen und Herrchen wider.

Man sagt: Tiere gehen – neben Kindern – immer im Film. Man denke nur an Lassie, Flipper oder die Biene Maja. Tiere wecken Emotionen: von "ach, wie süß" bis zur bangen Sorge um den bedrohten Menschenfreund. Dem uralten Erfolgsrezept auf der Spur ist ab Mittwoch, 1. April, auch die Netflix-Komödie "Eat Pray Bark – Therapie auf vier Pfoten". Im schlanken, deutschen 90-Minüter begeben sich die unter Druck stehende Politikerin Uschi (Alexandra Maria Lara), der schlecht gelaunte Literatur-Professor Helmut (Devid Striesow) und sein Mann Ziggy (Doga Gürer), die hypersensible Babs (Anna Herrmann) sowie der schweigsame Hakan (Kerim Waller) mit ihren Vierbeinern in Therapie beim charismatischen Hundetrainer Nodon (Rúrik Gíslason).

Der keltische Naturbursche pflegt in der Abgeschiedenheit Tirols ungewöhnliche Rituale, um den Vierbeinern sowie Frauchen und Herrchen näherzukommen: Da kniet der Mensch zum Bonding schon mal auf allen Vieren, um am Fellwesen zu schnuppern. Dazu gilt es, gemeinsame Herausforderungen in freier Natur zur bestehen.

Wie man sich denken kann, spiegeln die Neurosen der Tiere vor allem jene ihrer Besitzer wider. Uschi ist als Spitzenpolitikerin in einen Shitstorm geraten. Helmut und sein deutlich jüngerer Mann haben Beziehungsprobleme. Babs hat Probleme mit fast allem, und Hakan wirkt ebenso finster und bedrohlich wie sein stets Maulkorb tragender Hund.

Lieber sein Tier als das eigene Selbst umkrempeln ...

Wie in deutschen Komödien üblich, wo alles stets etwas expliziter sein muss als zum Beispiel anglo-amerikanischer Lachware, sind sämtliche Charaktere – inklusive Hunde – ein wenig zu grob gezeichnet. Nur in ganz wenigen, nachdenklichen Szenen könnte man der Four-to-the Floor-Geschichte subtile Beobachtungen unterstellen. Bei Netflix könnte das Produkt wie schon der Vorgänger "Spieleabend" von Regisseur Marco Petry dennoch funktionieren. Warum? Wegen der klaren Erfolgszutaten des Drehbuchs: Hunde in schöner Landschaft und ihre beispielhaften Tier-Mensch-Interaktionsprobleme, die Tiertrainer und -therapeuten wie Martin Rütter zu Superstars und Medien-Gurus machten. Tiertherapie ist in. Auch deshalb, weil viele Menschen lieber ihr Tier als das eigene Selbst umkrempeln – und dabei keine Kosten und Mühen scheuen.

Selbstredend spielt der Filmtitel auf den autobiografischen US-Bestseller "Eat Pray Love" von Elizabeth Gilbert an, der 2010 mit Julia Roberts in der Hauptrolle von Ryan Murphy sehr erfolgreich verfilmt wurde. In der mehr als 15 Jahre alten Hollywood-Komödie mit melancholischen Färbungen geht es um die Selbstfindung einer reichen, aber unglücklichen New Yorkerin. Sie will eine einjährige Auszeit in Italien (Eat), Indien (Pray) und Indonesien (Love) zur Auszeit nutzen.

"Eat Pray Bark – Therapie auf vier Pfoten" ist eine eher harmlose Netflix-Komödie mit überschaubaren Humor-Highlights und vielen Erzähl-Klischees, die aber dennoch ihr Publikum finden könnte. Und wie der Nachklapp mit einem sehr prominenten Cameo-Auftritt andeutet: Bei Erfolg des deutschen Netflix-Produktes könnte auch eine weitere Hund-Mensch-Truppe zur Therapie im Zillertaler Therapiezentrum einziehen, um "Eat Pray Bark 2" zu bellen.




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