Gegen die Schweiz begann Kai Havertz im Sturm, gegen Ghana Nick Woltemade. Die Fans in Stuttgart hatten aber einen anderen Wunsch. Etwas mehr als 27 Minuten waren gespielt, als es in Stuttgart laut wurde. Die Fans in der MHP-Arena sangen den Namen eines Spielers, der nicht einmal auf dem Platz stand. "Deniz Undav" schallte es durch das Stuttgarter Stadion beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana. Undavs Reaktion: Er erhob sich von der Bank und bedankte sich mit einem Daumen nach oben bei den Fans. Als er wenige Minuten später zum Warmmachen schritt, gab es noch einmal Sprechchöre für den Torjäger des VfB Stuttgart . Undav ist ein Publikumsliebling, beim Bundestrainer aber aktuell nur Stürmer Nummer drei. Gegen die Schweiz durfte Kai Havertz von Beginn an ran, gegen Ghana bekam Nick Woltemade den Vorzug. Julian Nagelsmann erklärte seine Entscheidung vor dem Spiel in der ARD mit taktischen Gründen. "Deniz hat viele gute Aktionen in der Liga, wenn der Gegner auch schon ein bisschen müde ist, weil er eine außergewöhnliche Kreativität hat und die geht ein bisschen flöten, wenn er erst einmal arbeiten muss", so der Bundestrainer. "Wenn wir gegen die Schweiz die ersten 60, 70 Minuten gearbeitet haben, um am Ende das Spiel noch zu gewinnen." Gleichzeitig betonte Nagelsmann auch, dass er auch nicht zu viel wechseln wolle. "Wir haben Rollen definiert und wenn ich ein Rollengespräch führe mit einem Spieler, dann muss ich mich auch ansatzweise daran halten in den nächsten eins, zwei Spielen. Sonst kann ich meine Glaubwürdigkeit vergessen." Auf eine Nachfrage von ARD-Moderatorin Esther Sedlaczek , ob er nicht auch ein solches Gespräch mit Undav geführt habe und ihm in dem gesagt habe, Herausforderer von der Bank zu sein, antwortete der Bundestrainer in einem Wort: "Exakt." In der zweiten Hälfte bekamen die Fans dann ihren Wunsch erfüllt: Bundestrainer Nagelsmann wechselte Undav in der Pause für Serge Gnabry ein.