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Bundesliga: Union Berlin und St. Pauli trennen Unentschieden

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Bis auf ein Traumtor verläuft die Partie zwischen den Berlinern und Hamburgern ereignisarm. St. Pauli schwächt sich in der Nachspielzeit unnötig selbst. Durch ihr 1:1-Unentschieden (0:1) haben der 1. FC Union Berlin und der FC St. Pauli am Sonntagnachmittag einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verpasst. Mathias Pereira Lage brachte die zuvor harmlosen Hamburger nach 25. Minuten mit einem traumhaften Volleyschuss in Führung. Kurz nach dem Seitenwechsel traf Andrej Ilić nach einer Ecke per Kopf zum Ausgleich (52.). In der Nachspielzeit flog St. Paulis Jackson Irvine mit Gelb-Rot vom Platz. Es waren die einzigen beiden Verwarnungen im ganzen Spiel. In Aufregung um den Platzverweis sah auch St. Paulis Co-Trainer Peter Nemeth die Rote Karte. Union Berlin bleibt durch das Unentschieden mit 32 Punkten auf Rang zehn, St. Pauli ist weiterhin Tabellen-16. und hat mit nun 25 Zählern den Vorsprung auf den VfL Wolfsburg immerhin auf vier Punkte ausgebaut. So lief das Spiel Union-Coach Steffen Baumgart veränderte seine Startelf im Vergleich zur 0:4-Pleite bei Bayern München auf gleich fünf Positionen und setzte in der Offensive unter anderem auf Oliver Burke und Ilić. Blessin musste derweil auf Abwehrchef Eric Smith verzichten, der wenige Tage zuvor verletzt von der schwedischen Nationalmannschaft hatte abreisen müssen. Den 29-Jährigen und Tomoya Ando (Adduktoren) ersetzten Karol Mets und Adam Dzwigala in der Defensive, im Sturm bot der St. Pauli-Coach Martijn Kaars auf. Blessin hatte das Duell als eines von vielen Endspielen bezeichnet, die seiner Mannschaft noch bevorstünden. In diesen könne man sich "nicht mehr so viele Ausrutscher erlauben", hatte der Trainer betont. Doch in der Alten Försterei wurde es zu Beginn direkt brenzlig für seine Mannschaft: Torwart Nikola Vasilj, der sich erst am Dienstag mit Bosnien-Herzegowina das WM-Ticket gegen Italien gesichert hatte, war gleich gefordert und parierte einen Abschluss von Danilho Doekhi aus kurzer Distanz (5.). In einer wilden Anfangsphase bestimmte Union das Geschehen auf dem Platz, die Gäste fanden nur schwer ins Spiel, gingen nach einem sehenswerten Treffer von Pereira Lage jedoch in Führung: Nach einem Freistoß war der Ball zu dem Mittelfeldspieler zurückgeprallt, dieser zog volley aus rund 22 Metern ab. St. Pauli wurde nun allmählich aktiver. Die Köpenicker konnten derweil aus ihren Ballbesitzphasen weiter kein Kapital schlagen, auch weil Vasilj mehrmals entscheidend eingriff. Union erwischte auch den besseren Start in die zweite Halbzeit, zu deren Beginn beide Fanlager mit Bannern ihren Unmut rund um das Thema Innenministerkonferenz und Stadionsicherheit ausdrückten. Ilić belohnte die Offensivbemühungen der Gastgeber schließlich per Kopfball nach einer Ecke. Union ließ nicht nach, St. Pauli stemmte sich dagegen.



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