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3. Fußball-Liga: Cottbus siegt, Hansa verliert - Aue nur noch "peinlich"

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Cottbus meldet sich mit einem 3:0 auswärts zurück im Aufstiegskampf. Hansa erleidet Schiffbruch daheim. Erzgebirge Aue ist kaum noch zu retten. Für die sportliche Führung kam das Aus.

Leipzig (dpa) – 

Cottbus zurück im Aufstiegskampf 

Energie Cottbus schöpft neue Hoffnung im Rennen um den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga. Nach zuvor drei sieglosen Spielen in der 3. Liga gewann die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz beim abstiegsbedrohten TSV Havelse 3:0 (2:0). Dabei waren noch mehr Tore drin. "Es ist unglaublich, dass das Endergebnis nur 0:3 ist. Ich wusste: Wenn die Mannschaft bei sich bleibt und sich nicht mit anderen Themen beschäftigt, findet sie wieder in die Spur", sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz bei MagentaSport. Platz zwei ist nun wieder greifbar: "Am Ende wollen wir Zweiter sein. Das kann Woche für Woche wechseln. Wichtig ist, dass wir die letzten Spiele konstant machen. Die Mannschaft kann das. Wenn sie unbeirrt bleibt, ist sie in der Lage, das Ding nach Hause zu bringen." 

Axel Borgmann (20. Minute) und Tolcay Cigerci (23.) trafen vor der Pause für den Favoriten aus der Lausitz. Moritz Hannemann (57.) legte in der zweiten Hälfte nach. Cottbus zeigte einen extrem dominanten Auftritt und hätte mit einer deutlicheren Führung in die Kabine gehen müssen. Vor allem Borgmann und Erik Engelhardt vergaben Großchancen - auch, weil Norman Quindt im Tor der Gastgeber stark parierte. Havelse kam nach rund einer halben Stunde besser in die Partie, scheiterte aber zweimal an Energie-Keeper Marius Funk. Dass Cottbus anschließend mehrere hochkarätige Chancen ungenutzt ließ, spielte letztlich keine entscheidende Rolle. Wollitz tobte trotzdem an der Seitenlinie. Immerhin stehen nun nach dem Spiel gegen 1860 München richtungsweisende Duelle mit Spitzenreiter VfL Osnabrück und Mitkonkurrent Rot-Weiss Essen an.

Hansa erleidet daheim Schiffbruch

Der FC Hansa Rostock hat im Rennen um den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga einen schweren Rückschlag kassiert. Der Drittligist verlor sein Heimspiel gegen Viktoria Köln 2:3 (0:2). Leonhard Münst (29. Minute), David Otto (41.) und Yannick Tonye (54.) erzielten die Treffer für die Gäste aus der Domstadt. Für die Hanseaten trafen David Hummel (81.) und Andreas Voglsammer (90.+4).

Die Mannschaft von Trainer Daniel Brinkmann, die zuvor fünf Spiele nicht verloren hatte, machte vor den Gegentreffern der Kölner eigene Fehler. Dem 0:1 ging ein Patzer im Aufbau voraus, beim 0:2 fehlte die Zuordnung im eigenen Strafraum. Erst spät wachten die Gastgeber auf und kamen unter anderem durch Adrien Lebeau (68.) zu guten Möglichkeiten. Die Treffer von Hummer und Voglsammer kamen zu spät, um der Partie noch eine Wende zu geben. "Das Spiel darfst du niemals verlieren. Bei beiden Toren führen wir die Zweikämpfe, gewinnen sie aber nicht. Wir sind schon dran, müssen dann aber auch zupacken. Es ist superärgerlich, dass uns das nicht gelungen ist", sagte Trainer Brinkmann. Nun steht am Mittwoch das Spitzenspiel in Verl an: "Der Druck ist jetzt halt höher. Wir müssen schon fast in Verl gewinnen", sagte er. 

Aue nur noch "peinlich" - Sportliche Führung weg

Erzgebirge Aue erlebte gegen die TSG Hoffenheim II ein 3:5 (1:4)-Heimdebakel. 24 Stunden später wurde der weiter sieglose Cheftrainer Christoph Dabrowski freigestellt. Der am 1. Januar verpflichtete Sport-Geschäftsführer Michael Tarnat übernahm für die Verpflichtung des Coaches Anfang Februar die Verantwortung und legte sein Amt am Ostersonntag wegen unterschiedlicher Auffassungen zur sportlichen Ausrichtung zeitgleich ebenfalls nieder. 

Nachwuchsleiter Khvicha Shubitidze und Enrico Kern übernehmen das Team vorerst. Für die Kaderplanung ist fortan der neue Chefscout Steffen Ziffert gemeinsam mit Sportvorstand Jens Haustein und Shubitidze verantwortlich.

 

Aues Doppeltorschütze Marcel Bär hatte nach der Niederlage Klartext geredet: "Ich stehe hier gefühlt Woche für Woche und erzähle den gleichen Scheiß. Es ist peinlich, wenn die gegnerische Mannschaft Tore schießt und die eigenen Fans jubeln." Dabrowski war sprachlos und sprach dem Team die Qualität ab: "Mir fehlen die Worte. Die erste Viertelstunde hat mit einer Berechtigung, Drittligafußball zu spielen, nichts zu tun." 

Die Siegchancen für Aue waren schon nach wenigen Minuten dahin, weil Deniz Zeitler (6. Minute), Luka Duric (11.) und Paul Hennrich (15.) den Hoffenheimer Blitzstart perfekt machten. Als wären die drei Gegentreffer nicht schon Strafe genug, kassierte Jamilu Collins (19.) nach einer Notbremse auch noch die Rote Karte. Einige Aue-Fans verließen schon nach einer Viertelstunde das Stadion. Sie verpassten nicht nur den Doppelpack von Marcel Bär (40./56.) und den Treffer von Ricky Bornschein (85.), sondern auch die weiteren TSG-Tore von Duric (29.) und Zeitler (51.).




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