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Tatort Ostfriesland: Polizei findet vergrabene Leiche – Familie unter Verdacht

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Tagelang durchsucht die Polizei mehrere Grundstücke in Ostfriesland – bis die Ermittler bei Grabungen die Leiche eines 59-Jährigen entdecken. Der Mann soll mit "massiver Gewalt" getötet worden sein.

Bei einer tagelangen Durchsuchung mehrerer Grundstücke in Ostfriesland hat die Kriminalpolizei die Leiche eines 59 Jahre alten Mannes entdeckt. Eine Obduktion ergab, dass der Mann durch "massive Gewalteinwirkung" getötet wurde, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Aurich gemeinsam mitteilten. Unter Tatverdacht stehen eine Mutter und ihre beiden Söhne aus der Gemeinde Holtgast (Landkreis Wittmund). 

Nach dem Leichenfund auf einem Grundstück der Familie waren die drei Familienmitglieder festgenommen worden. Ein Haftrichter erließ bereits am Donnerstag Haftbefehl gegen einen 30 Jahre alten Sohn wegen Mordverdachts. Er kam in Untersuchungshaft. Die 60 Jahre alte Mutter und der andere, 34 Jahre alte Sohn wurden wieder frei gelassen. 

Opfer wurde monatelang vermisst

Das Todesopfer aus dem Sauerland war bereits Anfang Februar 2024 von Angehörigen bei der Polizei vermisst gemeldet worden. Da der letzte bekannte Aufenthaltsort des damals 59-Jährigen im Landkreis Wittmund war, wurde die Polizei in Ostfriesland eingeschaltet. 

Die Ermittlungen führten dann zu der Familie in Holtgast. Das Opfer und die nun unter Verdacht stehenden Familienmitglieder sollen sich aus einer gemeinsamen früheren Zeit aus dem Sauerland kennen. "Der Vermisste hatte die Familie aus Holtgast in familiären Angelegenheiten unterstützt; er war der Betreuer des 34-jährigen Sohnes der Familie", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Gelder veruntreut? 

Die weiteren Ermittlungen ergaben dann laut Staatsanwaltschaft, dass der 59-Jährige während der Betreuung des Sohnes Gelder veruntreut haben soll. Deshalb sei gegen den Vermissten auch ermittelt worden, teilte die Anklagebehörde weiter mit. Er wurde zu Festnahme ausgeschrieben. 

Im vergangenen September richtete dann die Polizei in Aurich/Wittmund eine Mordkommission zu dem Vermisstenfall ein. Weil sich der Tatverdacht gegen die Familienangehörigen verdichtete, kam es nun zu den Durchsuchungen von insgesamt vier Grundstücken der Familie. Diese liefen auch über die Ostertage. 

Dabei halfen auch auf Bodenuntersuchungen spezialisierte Experten der niederländischen Polizei, Leichenspürhunde und eine technische Einheit der Bereitschaftspolizei. Am Mittwoch wurde bei Grabungen auf einem der Grundstücke dann die Leiche des 59-Jährigen entdeckt. Staatsanwaltschaft und Polizei hatten zu den Ermittlungen zunächst "aus ermittlungstaktischen Gründen" keine näheren Angaben gemacht, wie es am Wochenende hieß.




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