Waffenruhe im Iran: Wurde Pakistans Premier von außen beeinflusst?
Ein Post des pakistanischen Premiers auf der Plattform X erregt Aufsehen. Jetzt spekulieren Nutzer, wer die Bitte um eine Waffenruhe im Iran-Krieg wirklich verfasst hat. In einer Botschaft des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif auf der Plattform X an den US-Präsidenten Donald Trump ist aufmerksamen Beobachtern ein brisantes Detail aufgefallen. Die im Bearbeitungsverlauf des Posts sichtbare frühere Version des Textes begann mit der Überschrift "Entwurf – Nachricht des pakistanischen Premierministers auf X". Dieser Satz wurde in der neueren Version entfernt. Der gelöschte Satz heizte Spekulationen darüber an, dass den Appell nicht Sharif selbst, sondern die USA oder Israel formuliert haben könnten. Zuvor hatte die US-amerikanische Zeitung "Forbes" darüber berichtet. Waffenruhe in Nahost: Zehn-Punkte-Plan: Das fordert Teheran von Trump Merz über den Waffenstillstand im Iran : "Können weltweite Energiekrise abwenden" Am Dienstagabend (US-Ostküstenzeit) verkündete Trump einen Waffenstillstand mit dem Iran, nachdem er zuvor gedroht hatte, "eine ganze Zivilisation" auszulöschen, sollte der Iran die Bedingungen für die Öffnung der Straße von Hormus nicht akzeptieren. Diese Drohung veranlasste Sharif auf X zu der Bitte an Trump, die Frist vom Dienstag zu verlängern, "um der Diplomatie eine Chance zu geben". Zudem forderte er den Iran auf, die Straße von Hormus als "Geste des guten Willens" wieder zu öffnen. Kam die Botschaft gar nicht aus Pakistan? Wie aus dem Bearbeitungsverlauf hervorgeht, wurde der Satz "Entwurf – Nachricht des pakistanischen Premierministers auf X" schnell wieder entfernt. Unter anderem Ryan Grim, einer der Gründer des investigativen Nachrichtenportals "Drop Site", spekulierte daraufhin, dass die Nachricht wahrscheinlich nicht von Sharif selbst verfasst wurde. Seine Argumentation: Sharifs eigene Mitarbeitenden würden ihn nicht als "Pakistans Premierminister" bezeichnen. Grim vermutet stattdessen, dass der Beitrag von den USA oder von Israel stammen könnte. Andere Nutzer stellten ebenfalls die Frage, warum im ursprünglichen Beitrag darauf hingewiesen wurde, dass es sich um einen Entwurf handele, und warum Pakistans Premierminister auf Englisch erwähnt wurde. Auch sie sehen darin einen Hinweis, dass die Nachricht nicht von pakistanischen Beamten verfasst wurde. Sharifs Büro reagierte bislang nicht auf den Kommentar.