Abschlussbericht: Leitungswasser in Möglingen - Keine Gefahr für Gesundheit
Nach der Verunreinigung des Trinkwassers in Möglingen gibt das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Entwarnung: Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Gesundheit.
Das verunreinigte Trinkwasser in Möglingen (Kreis Ludwigsburg) hat nach abschließender Untersuchung keine Gefahr für die Gesundheit dargestellt. Selbst wer große Mengen Wasser getrunken habe, werde keine gesundheitlichen Schäden davon tragen - zu diesem Ergebnis kommt das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg.
Bei der Probe aus dem Wasserturm, die direkt nach Bekanntwerden des Vorfalls Anfang April entnommen wurde, wurden unter anderem geringe Mengen von Toluol und Xylol festgestellt. Die Werte lagen aber deutlich unter den Vergleichsgrenzen für gesundheitsschädliche Stoffe, teilte das Landratsamt Ludwigsburg mit.
Toluol und Xylol kommen in Heimwerkerprodukten vor
Die beiden Stoffe seien typischerweise in Heimwerkerprodukten zu finden. Am Donnerstag vor einer Woche war eine größere Menge einer Flüssigkeit illegal in einem Nebenschacht entsorgt worden und in die Wasserversorgung geraten.
Die Gemeinde ging aber nicht davon aus, dass der Stoff mit der Absicht ausgegossen wurde, um das Trinkwasser zu verunreinigen. Von dem Vorfall waren den Angaben nach etwa 3.000 bis 4.000 Anwohnerinnen und Anwohner betroffen. Das Gesundheitsamt hatte den Menschen zunächst untersagt, das Wasser zu trinken oder zum Kochen zu verwenden.
