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UN warnen EU vor Flüchtlingswelle: Sudan-Konferenz in Berlin

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Am Mittwoch tagt die Sudan-Konferenz in Berlin. Die UN warnen: Mehr als eine halbe Million Geflüchteter aus dem Bürgerkriegsstaat sitzt in einem Nachbarland in der EU. Mit etwa 11,6 Millionen Flüchtlingen und Binnenvertriebenen hat der Bürgerkrieg im Sudan die nach UN-Angaben größte humanitäre Krise der Welt ausgelöst. Etwa 4,5 Millionen Menschen sind aus dem Sudan in die Nachbarstaaten geflüchtet – doch mangelnde Perspektiven und die Ungewissheit über ein Ende des seit drei Jahren andauernden Krieges trieben viele von ihnen weiter, sagte Mamadou Dian Balde, Regionaldirektor des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Nairobi. "Menschen kommen in Griechenland an, in Italien , in Spanien ." Bisher seien bereits knapp 14.000 Geflüchtete aus dem Sudan in Europa über das Mittelmeer eingetroffen. Mehr als eine halbe Million ist bereits in Libyen . Vergessenes Leid: Die humanitäre Krise im Sudan Interview: Deshalb herrscht Bürgerkrieg im Sudan "Tatsache ist, wenn es keine Investitionen in den (Nachbar-)Ländern gibt, die Flüchtlinge aufgenommen haben und bereits teilen, was sie haben, werden die Leute weiterziehen", sagte Balde kurz vor der dritten internationalen Sudan-Konferenz am Mittwoch in Berlin . "Wenn sie nichts zu verlieren haben, was sollen sie sonst tun?" Wer glaube, dass der Konflikt weitergehe, ohne die Stabilität der übrigen Staaten in der Region zu beeinflussen, mache einen großen Fehler. Mit Blick auf die großen Finanzierungslücken für die Hilfsprogramme für die sudanesischen Flüchtlinge betonte Balde, wer nicht wolle, dass die Menschen in die eigenen Länder kommen, investiere besser in die Aufnahmeländer und die dortigen Unterkünfte für Geflüchtete. "Dann können wir den Appetit der Menschen auf die gefährliche Weiterreise eindämmen und die Gefahr, dass sie in die Hände von Menschenhändlern geraten." Angesichts der großen Not der Flüchtlinge innerhalb und außerhalb des Sudans sowie massiver Gewalt besonders gegen Frauen und Mädchen müsse die humanitäre Hilfe aufgestockt werden, forderte Balde. "In den 27 Jahren meiner Arbeit habe ich nichts Vergleichbares gesehen, so massive Menschenrechtsverletzungen und sexuelle Gewalt."



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