Messerstiche: Blutiger Streit unter Brüdern endet tödlich
Der ältere stirbt, der andere landet schwer verletzt in der Klinik: In einer Wohnung eskaliert ein Streit derart, dass zwei Brüder mit einem Messer aufeinander einstechen. Was steckt dahinter?
Bei einer blutigen Auseinandersetzung zwischen zwei Brüdern in einer Wohnung in Castrop-Rauxel ist am Sonntagabend ein 39-Jähriger durch Messerstiche tödlich verletzt worden. Der jüngere, 33 Jahre alte Bruder kam mit einer tiefen Stichverletzung ins Krankenhaus, wie die Staatsanwaltschaft Dortmund mitteilte. Er war noch am Tatort vorläufig festgenommen worden.
Nach der erneuten Vernehmung des 33 Jahre alten Beschuldigten wurde entschieden, ihn nicht dem Haftrichter vorzuführen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Abend mitteilten. Er habe in seiner Vernehmung erneut angegeben, dass der Angriff von seinem Bruder ausgegangen sei. Dieser habe ihm nach einem Streit mit einem Küchenmesser in den Oberschenkel gestochen. Ihm sei es gelungen, seinem Bruder das Messer zu entreißen, er habe anschließend zugestochen.
Die beiden Deutschen hatten nach ersten Erkenntnissen in der Wohnung des jüngeren Mannes zunächst verbal gestritten und sich dann gegenseitig mit einer Stichwaffe schwer verletzt, wie Staatsanwalt Henner Kruse berichtete.
Der 33-Jährige habe gegenüber Nachbarn und der Polizei ausgesagt, er sei von seinem Bruder angegriffen worden und habe sich nur verteidigt. Seinen ersten Angaben zufolge habe sein Bruder Geld von ihm verlangt. Als er dies verweigerte, soll dieser auf ihn losgegangen sein.
Nachbarn alarmieren die Polizei
Laut Staatsanwalt hatte der 33-Jährige seinen Bruder noch in den Hausflur des Mehrfamilienhauses geschleppt. Darauf aufmerksam geworden, verständigten Nachbarn die Polizei. Der 39-Jährige sei trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch vor Ort gestorben.
Eine Mordkommission hat die Ermittlungen zum noch unklaren Tathergang und den Hintergründen aufgenommen. Zunächst soll die Leiche des 39-Jährigen obduziert werden.
