1. FC Köln: Prozess um 40.000 Euro für El-Mala-Transfer - Details enthüllt
Der Wechsel von Said El Mala zum 1. FC Köln 2024 beschäftigt derzeit das Landgericht. Zum Prozessauftakt stehen hohe Summen im Raum. 40 bis 50 Millionen Euro könnte Said El Mala im Sommer für den 1. FC Köln wert sein. Der Transfer ans Geißbockheim dagegen ist nun ein Fall für die Justiz. Said El Mala steht im Sommer davor, der Rekordtransfer des 1. FC Köln zu werden . Sein Wechsel zum FC im Jahr 2024 wird seit Dienstag vor dem Kölner Landgericht begutachtet. Grund dafür ist ein Zivilprozess, in dem ein 39 Jahre alter Spielerberater und Scout El Malas Ex-Verein Viktoria Köln um eine Summe von rund 40.000 Euro verklagt hat. Said El Mala: Spielervermittler fordert in Köln Geld für FC-Transfer Viktorias ehemaliger Sportlicher Leiter Stephan Küsters soll den Kläger damit beauftragt haben, Said El Mala und seinen Bruder Malek dem 1. FC Köln anzubieten und möglicherweise einen Transfer zu organisieren . "Er hat mich nach meinem Eindruck gefragt. Ich fand den Jungen (Said El Mala, Anm. d. Red) schon damals überragend." Darüber habe es zwei Gespräche zwischen Küsters und dem Kläger gegeben. Die beiden kannten sich den Aussagen nach auch privat. Daher habe der Kläger auch auf eine schriftliche Beauftragung verzichtet. "Das ist im Fußball so üblich. Schriftliche Verträge werden in der Regel erst dann gemacht, wenn ein Transfer beschlossene Sache ist", so der 39 Jahre alte Kläger und Ex-Fußballer. Vor Gericht bestätigte Stephan Küsters am Dienstag, dass er mit dem Kläger über Said El Mala gesprochen habe. "Allerdings habe ich ihm auch klargemacht, dass ich keinerlei finanziellen Befugnisse habe oder Verträge unterschreiben darf." Beide hätten nicht über eine Vermittlung gesprochen. "Ich habe ihm nur gesagt, dass er Herrn Keller diesbezüglich gerne anrufen kann, wenn er da Kontakte hat." Die finalen Entscheidungen über Transfers habe aber nur der Vorstand des Vereins treffen können. Es seien nie Zahlungen an den Kläger versprochen worden. 1. FC Köln: 40.000 Euro für Vermittlung von El Mala gefordert Der 1. FC Köln hatte die Brüder Said und Malek El Mala im Sommer 2024 für eine kolportierte Summe von 350.000 Euro verpflichtet. Zuletzt hatte der FC Viktoria zudem eine Weiterverkaufsbeteiligung für eine Summe von zwei Millionen Euro abgekauft. Der Kläger fordert für seine Vermittlung rund 40.000 Euro von Viktoria, einen Vergleich lehnten beide Seiten am Dienstag ab. Ein Zeuge, der das Gespräch zwischen Küsters und dem Kläger mitbekommen haben will, bestätigte das Gespräch. 1. FC Köln: Auch Christian Keller sagt vor Gericht aus Die Anwälte von Viktoria Köln nannten die Art der Vermittlung "ungewöhnlich". Normalerweise sei es unüblich, dass ein Verein einen Spielervermittler einschalte und nicht direkt mit dem Berater des Spiels zusammenarbeite. Ex-FC-Sport-Geschäftsführer Christian Keller erschien ebenfalls vor Gericht. Er erklärte, der Kläger habe ihn im Frühjahr 2024 auf Said El Mala aufmerksam gemacht. "Er sagte, dass der Spieler aus seiner Sicht blind für die Bundesliga geeignet sei und auch schon andere Vereine, unter anderem Borussia Dortmund, Interesse hätten." Die Jugendabteilung des 1. FC Köln hätte Said El Mala schon seit 2017 beobachtet. Da es da allerdings nicht um die Profis ging, habe Keller bis zu diesem Anruf nichts von Said El Mala erfahren. Er habe im Anschluss aber alle notwendigen Verantwortlichen zusammengetrommelt und sich für einen Transfer starkgemacht. Sportlicher Leiter von Viktoria Köln kennt El-Mala-Kläger gut "Normalerweise ignoriere ich 98 Prozent aller Anrufe, die mir Spieler empfehlen. Aber der Kläger hat in der Vergangenheit immer wieder gute Empfehlungen gegeben, daher hatten die Worte für mich Gewicht", sagte Keller weiter. Der Tipp sei ausschlaggebend dafür gewesen, dass der 1. FC Köln sich intensiver mit Said El Mala beschäftigt habe. Anschließend habe Keller mit den Eltern und auch dem Berater von El Mala gesprochen. "Glücklicherweise konnten wir uns dann mit der Viktoria einigen", so der Ex-Sport-Geschäftsführer. Im Prozess wird am nächsten Verhandlungstag unter anderem noch die Aussage des jetzigen Sport-Geschäftsführers Thomas Kessler erwartet. Ein Urteil zugunsten des Klägers hätte womöglich auch Auswirkungen auf einen weiteren Transfer des Kölner Shootingstars . Denn dann könnte der Kläger womöglich bei einer Weitervermittlung ebenfalls profitieren.