DFB-Frauen: Giulia Gwinn nach Verletzung gegen Österreich abgereist
DFB-Kapitänin Giulia Gwinn zieht sich beim Sieg gegen Österreich eine Schulterverletzung zu. Der DFB gibt ein erstes Update. Den 5:1-Sieg gegen Österreich in Nürnberg müssen die DFB-Frauen möglicherweise teuer bezahlen. Kapitänin Giulia Gwinn hat sich bei einem Zusammenprall mit Gegenspielerin Melanie Brunnthaler eine Schulterverletzung zugezogen. Die Rechtsverteidigerin des FC Bayern musste nach gut 30 Minuten ausgewechselt werden. Am Mittwoch gab der DFB nun bekannt, dass Gwinn von der Nationalelf abgereist sei. Weitere Untersuchungen sollen in München durchgeführt werden. Erst danach herrscht wohl Gewissheit, wie schlimm es die 26-Jährige erwischt hat. Zu einem Einsatz am Samstag im zweiten WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich in Ried wird es für Gwinn aber nicht kommen. Der DFB wolle zeitnah eine Nachnominierung bekannt geben, hieß es. "Wir hoffen einfach nur das Beste" Gwinn war nach dem Zusammenprall in Nürnberg nach einer Eisbehandlung zunächst noch einmal aufs Feld zurückgekehrt. Bundestrainer Christian Wück erklärte später, warum er sie dennoch vom Feld nahm: "Sie wollte weiterspielen. Aber man hat gemerkt, dass sie nicht befreit spielen konnte. Daher hat es keinen Sinn gemacht." Die Sorge um Gwinn im Team ist groß. "Das war wieder ein Schockmoment für uns", sagte Mitspielerin Elisa Senß über die Verletzung der Führungsspielerin. "Wir hoffen einfach nur das Beste, dass es nichts Schlimmeres ist." Gwinn war in der Vergangenheit immer wieder verletzungsbedingt ausgefallen. Zweimal riss sie sich das Kreuzband. Aufgrund einer Innenbandverletzung im linken Knie verpasste sie im vergangenen Jahr fast die gesamte EM. Wück nach Sieg: "Das hat mich auch so ein bisschen geärgert" Mit neun Punkten aus drei Spielen ist die DFB-Auswahl nach dem deutlichen Erfolg in Nürnberg derweil auf bestem Wege in Richtung WM 2027 in Brasilien. Trotzdem übte Wück im Anschluss an den Heimsieg Kritik. Der Bundestrainer bemängelte "unnötige Fehler und viele Pässe, die nicht auf höchstem Niveau gespielt wurden". Das Spiel sei "sehr kräftezehrend" verlaufen, "weil wir immer wieder hinterherlaufen mussten. Und das hat mich auch so ein bisschen geärgert." Das DFB-Team wolle schließlich "zu den Topnationen gehören", sagte Wück. "Und für mich gehört zu den Topnationen eine Mannschaft, die solche Spiele, ich will jetzt nicht sagen mit weniger Kraftaufwand, aber cleverer gewinnt."